Rettung nicht nur für Condor, sondern auch für Thomas Cook Deutschland

Die Berufsgewerkschaft DHV hat mit großer Bestürzung die Insolvenz des britischen Touristikkonzerns Thomas Cook und nun auch der deutschen Unternehmenstochter, der Thomas Cook GmbH, aufgenommen. Sie hat den Bundeswirtschaftsminister in einem Schreiben aufgefordert, der deutschen Thomas Cook GmbH und der Condor Luftdienste GmbH Finanzhilfen zu gewähren.
 
Die DHV begrüßt die vom Bund und vom Land Hessen zugesagten Finanzhilfen in Höhe von 380 Mio. € für die Condor Luftdienste GmbH. Mit den Finanzhilfen werden nicht nur der Flugbetrieb kurzfristig gesichert, sondern dem Unternehmen eine Existenzperspektive ermöglicht. Für die Beschäftigten von Condor ist dies eine gute Nachricht. Denn damit sind ihre Arbeitsplätze vorerst gesichert.
 
Eine zweite Pleite wie bei Air Berlin bleibt Deutschland vorerst erspart. Die Folgen wären eine erhebliche Reduzierung des Flugangebots und eine deutliche Verteuerung der Ticketpreise im Bereich des Pauschaltourismus gewesen.
 
Die Zusage der Finanzhilfen für die Condor Luftdienste GmbH ist aber nur ein Teil des notwendigen Rettungspakets. Die DHV erhält ihre Forderung nach Finanzhilfen auch für die deutsche Thomas Cook GmbH weiterhin aufrecht. Denn im Gegensatz zum britischen Mutterkonzern war die deutsche Unternehmenstochter in den vergangenen Jahren profitabel und erwirtschaftete Gewinne, die sie allerdings an den britischen Mutterkonzern abführen musste. Dort verschwanden diese im immensen Schuldenberg. Die Insolvenz der deutschen Thomas Cook GmbH eröffnet nun die Chance einer Sanierung und einer Weiterführung als eigenständiges Unternehmen. Die Chancen auf Erfolg sind nach Einschätzung der DHV gegeben.
 
Mit einer mit Hilfe von staatlicher Unterstützung zu erfolgenden Sanierung der deutschen Thomas Cook GmbH würden rund 2.100 Arbeitsplätze gesichert. Ein schwerer Schaden für den Wirtschaftsstandort Oberursel, wo sich die Zentrale des Unternehmens befindet, wäre vorerst abgewendet. 
 
Für die Condor Luftdienste GmbH wäre die langfristige Sicherung der Thomas Cook GmbH ebenfalls wichtig, denn diese hat bislang in erheblichem Maße zu einer guten Auslastung beigetragen. Für die Condor würde es schwer werden, den dauerhaften Wegfall der durch die Thomas Cook GmbH erbrachten Flugauslastung anderweitig zu kompensieren.
 

DHV vor Ort

In letzter Zeit besuchte der nun nicht mehr ganz neue Geschäftsführer aus Stuttgart, Oliver Fröhlich, diverse Betriebsratssitzungen. Unter Anderem die des Reha-Klinikums in Bad Säckingen und der Auto-Kabel in Hausen/Wiesental.

Insbesondere die  Situation bei Auto-Kabel zeigte auf, dass eine unzureichende Beteiligung des Betriebsrates zu einer immer größeren Schieflage führen kann. Mit Unterstützung und Beratung der DHV wurden durch den Betriebsrat einzelne neue Betriebsvereinbarungen gemeinsam mit der Geschäftsführung verhandelt und die Verbesserung vorhandener Betriebsvereinbarungen in gemeinschaftlicher Arbeit erreicht. Hier sind wir auf einem guten, einem besseren gemeinsamen Weg.

Die Betriebsratssitzung des Reha-Klinikums Bad Säckingen stand (erneut) unter dem noch nachwirkenden Schatten des gerade beendeten Insolvenzverfahrens. Auch hier wurden die aktuellen Begebenheiten besprochen und gemeinsam für beide Seite zufriedenstellende Lösungen erarbeitet. Auch hier sind wir durch den engagierten und zielstrebigen Betriebsrat auf einem guten Weg!

Beide Besuche verdeutlichten den Betriebsräten die Notwendigkeit einer helfenden Hand, die DHV – Die Berufsgewerkschaft e.V. unterstützt bei den großen und kleinen Fragen der täglichen Betriebsratsarbeit. Gemeinsam erreichen wir mehr, sprechen Sie uns an.

Auf einen weiteren, gemeinsamen Weg!

Median-Kliniken Bad Kösen und Bad Salzdetfurth: 90,2 % unserer Mitglieder für die Annahme des Tarifergebnisses!

Das Ergebnis unserer Mitgliederbefragung zum Verhandlungsergebnis vom 04.07.2019 steht fest.

Die DHV-Tarifkommission war mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Darum hatten wir uns eine Erklärungsfrist einräumen lassen und unsere Zustimmung von einer Mitgliederbefragung abhängig gemacht. Die überwältigende Mehrheit hat nun für die Annahme des Arbeitgeberangebotes gestimmt.   

  • Entgelttarifvertrag, Laufzeit 01.08.2019 bis 31.12.2020 (16 Monate Laufzeit) 
  • Erhöhung für medizinisches Personal, ausgenommen Ärzte: 4% 
  • Erhöhung für nichtmedizinisches Personal 2% 
  • Entfall der Jahressonderzahlung gemäß § 6 Entgeltrahmentarifvertrag Lielje Gruppe 
  • Einmalzahlung des Arbeitgebers im August 2019 i. H. v. 200,00 € 
  • Es wird vereinbart, dass während der Laufzeit des Entgelttarifvertrages spätestens bis zum 31. März 2020 Verhandlungen über einen Entgeltrahmen- und einen Manteltarifvertrag für die Median Kliniken Kösen I, Kösen II, Kösen Kinderklinik und die Median Klinik Bad Salzdetfurth aufgenommen werden.  

Der Abschluss dieses Tarifvertrages kann nur der erste Schritt sein. Positiv bewerten wir, dass der Arbeitgeber wieder tarifgebunden ist und zu Verhandlungen über einen Mantel- und einen Entgeltrahmentarifvertrag bereit ist. Die Beendigung dieses regellosen Zustandes ist seit langem überfällig.

Median-Kliniken Bad Kösen und Bad Salzdetfurth: 90,2 % unserer Mitglieder für die Annahme des Tarifergebnisses!

Das Ergebnis unserer Mitgliederbefragung zum Verhandlungsergebnis vom 04.07.2019 steht fest.

Die DHV-Tarifkommission war mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Darum hatten wir uns eine Erklärungsfrist einräumen lassen und unsere Zustimmung von einer Mitgliederbefragung abhängig gemacht. Die überwältigende Mehrheit hat nun für die Annahme des Arbeitgeberangebotes gestimmt.   

  • Entgelttarifvertrag, Laufzeit 01.08.2019 bis 31.12.2020 (16 Monate Laufzeit) 
  • Erhöhung für medizinisches Personal, ausgenommen Ärzte: 4% 
  • Erhöhung für nichtmedizinisches Personal 2% 
  • Entfall der Jahressonderzahlung gemäß § 6 Entgeltrahmentarifvertrag Lielje Gruppe 
  • Einmalzahlung des Arbeitgebers im August 2019 i. H. v. 200,00 € 
  • Es wird vereinbart, dass während der Laufzeit des Entgelttarifvertrages spätestens bis zum 31. März 2020 Verhandlungen über einen Entgeltrahmen- und einen Manteltarifvertrag für die Median Kliniken Kösen I, Kösen II, Kösen Kinderklinik und die Median Klinik Bad Salzdetfurth aufgenommen werden.  

Der Abschluss dieses Tarifvertrages kann nur der erste Schritt sein. Positiv bewerten wir, dass der Arbeitgeber wieder tarifgebunden ist und zu Verhandlungen über einen Mantel- und einen Entgeltrahmentarifvertrag bereit ist. Die Beendigung dieses regellosen Zustandes ist seit langem überfällig.

EWC Klinik Dienste GmbH: Sanierungstarifvertrag abgeschlossen!

Nach einer langen und zähen Warteperiode, in der die DHV und Ihre Tarifkommission immer wieder auf Tarifverhandlungen drängte, und zwei Sondierungsgesprächen im Februar und Juni, konnte mit den Tarifverhandlungen endlich begonnen werden. Leider ist es kein einfacher und leichter Weg, den wir beschreiten mussten. Die ursprünglichen Forderungen der DHV-Tarifkommission konnten nach Offenlegung und Darstellung der Unternehmensbilanzen des Unternehmens nicht mehr gehalten werden.
 
Die Arbeitgeberseite vermittelte den Eindruck, dass man keine Insolvenz anmelden möchte, sondern zusammen mit der Belegschaft versuchen möchte, die Firma wieder auf Kurs zu bringen. Die Arbeitgeberseite ist überzeugt davon, dass viele Probleme in der Betriebsorganisation liegen und durch entsprechende Anpassungen viele Einsparungen erzielt werden können, ohne einen Arbeitsplatzabbau zu riskieren.
 
In den Verhandlungsrunden war man sich relativ schnell einig, dass es grundlegend keine Einschnitte in die Gehälter geben darf. Nur bei den Überstunden würde man seitens der DHV-Tarifkommission, solange der Sanierungsfall besteht, auf den Mehrstundenzuschlag verzichten, um die Firma zu entlasten. Zudem soll eine Überstunden-Ampel-Regelung auf den Weg gebracht werden.
 
Die Patientenfahrer werden zukünftig in die Tarifgruppe mit 12,44 € Stundenlohn eingeordnet.
 
Die tariflichen Sonderzahlungen bleiben in diesem Jahr (2019) unverändert bestehen. Für das Jahr 2020 werden garantiert 50% im Oktober ausbezahlt.  Jeweils weitere 25% im März und im Juni 2021 werden fällig, sofern die Bilanzen stimmen. Die Urlaubsregelung bleibt davon unberührt.
 
DHV und Arbeitgeber verhandelten hart und benötigten drei Verhandlungstermine, bis eine Einigung erzielt werden konnte. Natürlich hat die DHV-Tarifkommission darauf bestanden, dass im Falle einer schnellen Genesung der Firma oder im Falle einer Insolvenz alle Ansprüche erhalten bleiben. Sollte die Firma genesen, kehrt man unmittelbar zum normalen Tarif zurück.
 
Die DHV-Tarifkommission wird ab Mitte 2020 auf die Entwicklung des Unternehmens schauen, um über tarifliche Entwicklungen oder eine Verlängerung des Sanierungstarifvertrags neu zu verhandeln.

Scheitern der Gehaltstarifverhandlungen mit dem Verband der Privatkliniken in Hessen und Rheinland-Pfalz

Trotz Arbeitskräftemangel keine Bereitschaft zu deutlicher Veränderung bei Arbeitgebern!

Seit dem 26.08.2019 ist es offiziell: Nach einem halben Jahr der Verhandlungen wurde klar, dass sich die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter nicht einig werden. Substanzielle Gehaltssteigerungen wurden von der Gegenseite entschieden abgelehnt. Diese wären aber nötig gewesen, um sich dem in den letzten Jahren stärker angestiegenen Niveau des TVöD deutlich anzunähern. Dies war das erklärte Ziel der DHV-Tarifkommission.  

In den vorherigen Verhandlungen hatten die Beschäftigten der Privatkliniken in Hessen und Rheinland-Pfalz immer viel Verständnis für die finanzielle Lage ihrer jeweiligen Häuser gezeigt. Aber wirtschaftliche und politische Entwicklungen im Gesundheitssektor nur auf Kosten der Beschäftigten bewältigen zu wollen, das geht nicht!

Bedauerlich ist das Scheitern auch, weil nicht allein die Anpassung des Lohnniveaus Gegenstand der monatelangen Verhandlungen war. Die Tarifpartner hatten sich eine Anpassung und Vereinfachung des gesamten Lohntarifvertrags vorgenommen. Dabei sollte besonders das System der Lohngruppen überarbeitet werden. Es war der DHV-Tarifkommission gelungen, das System von festen Zuschlägen in neue Gehaltgruppen zu bringen und sie damit auch an einer Gehaltssteigerung teilhaben zu lassen.

Problematisch war aus unserer Sicht der Versuch der Arbeitgeberseite, unterschiedliche Vergütungsgruppen für Pflegekräfte einzuführen.  Hintergrund war das Inkrafttreten von Teilen des „Pflegestärkungsgesetzes“ zum 01.01.2019. Dies ermöglichte eine Verbesserung der Gehälter im Bereich der somatischen-akut Pflege durch staatliche Zahlungen ab 2020. Die Arbeitnehmerseite war  bereit, diese steuerlich finanzierte Gehaltserhöhung für die Kolleginnen und Kollegen im Bereich der somatischen-akut Pflege tariflich zu verankern. Aber deshalb eine Spaltung über verschiedene Lohntabellen innerhalb der Pflege zu zementieren, dass war und ist mit der DHV nicht zu machen!

Schließlich hatte man eine für beide Seiten akzeptable Struktur gefunden. Diese Arbeit sollte aber keine Früchte tragen. Auch die Kompromissbereitschaft der DHV-Tarifkommission, etwa über eine längere Laufzeit des Vergütungstarifvertrages mehr Planungssicherheit zu gewähren, führte zu keinem Umdenken. Ohne substanzielle Gehaltssteigerungen in allen Berufsgruppen war die DHV-Tarifkommission gezwungen, die Verhandlungen zu beenden.

Nichts desto trotz bedauern wir das Scheitern der Verhandlungen. Wir hoffen, dass in den nächsten Wochen und Monaten ein Umdenken auf der Arbeitgeberseite erfolgt. Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken des Verbandes privater Krankenhäuser in Hessen und Rheinland-Pfalz verdienen anständige Arbeitsbedingungen und einen anständigen Lohn! Daher bleibt die DHV immer für Gespräche offen, die entsprechend dieser Zielsetzung geführt werden.

Scheitern der Gehaltstarifverhandlungen mit dem Verband der Privatkliniken in Hessen und Rheinland-Pfalz

Trotz Arbeitskräftemangel keine Bereitschaft zu deutlicher Veränderung bei Arbeitgebern!

Seit dem 26.08.2019 ist es offiziell: Nach einem halben Jahr der Verhandlungen wurde klar, dass sich die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter nicht einig werden. Substanzielle Gehaltssteigerungen wurden von der Gegenseite entschieden abgelehnt. Diese wären aber nötig gewesen, um sich dem in den letzten Jahren stärker angestiegenen Niveau des TVöD deutlich anzunähern. Dies war das erklärte Ziel der DHV-Tarifkommission.  

In den vorherigen Verhandlungen hatten die Beschäftigten der Privatkliniken in Hessen und Rheinland-Pfalz immer viel Verständnis für die finanzielle Lage ihrer jeweiligen Häuser gezeigt. Aber wirtschaftliche und politische Entwicklungen im Gesundheitssektor nur auf Kosten der Beschäftigten bewältigen zu wollen, das geht nicht!

Bedauerlich ist das Scheitern auch, weil nicht allein die Anpassung des Lohnniveaus Gegenstand der monatelangen Verhandlungen war. Die Tarifpartner hatten sich eine Anpassung und Vereinfachung des gesamten Lohntarifvertrags vorgenommen. Dabei sollte besonders das System der Lohngruppen überarbeitet werden. Es war der DHV-Tarifkommission gelungen, das System von festen Zuschlägen in neue Gehaltgruppen zu bringen und sie damit auch an einer Gehaltssteigerung teilhaben zu lassen.

Problematisch war aus unserer Sicht der Versuch der Arbeitgeberseite, unterschiedliche Vergütungsgruppen für Pflegekräfte einzuführen.  Hintergrund war das Inkrafttreten von Teilen des „Pflegestärkungsgesetzes“ zum 01.01.2019. Dies ermöglichte eine Verbesserung der Gehälter im Bereich der somatischen-akut Pflege durch staatliche Zahlungen ab 2020. Die Arbeitnehmerseite war  bereit, diese steuerlich finanzierte Gehaltserhöhung für die Kolleginnen und Kollegen im Bereich der somatischen-akut Pflege tariflich zu verankern. Aber deshalb eine Spaltung über verschiedene Lohntabellen innerhalb der Pflege zu zementieren, dass war und ist mit der DHV nicht zu machen!

Schließlich hatte man eine für beide Seiten akzeptable Struktur gefunden. Diese Arbeit sollte aber keine Früchte tragen. Auch die Kompromissbereitschaft der DHV-Tarifkommission, etwa über eine längere Laufzeit des Vergütungstarifvertrages mehr Planungssicherheit zu gewähren, führte zu keinem Umdenken. Ohne substanzielle Gehaltssteigerungen in allen Berufsgruppen war die DHV-Tarifkommission gezwungen, die Verhandlungen zu beenden.

Nichts desto trotz bedauern wir das Scheitern der Verhandlungen. Wir hoffen, dass in den nächsten Wochen und Monaten ein Umdenken auf der Arbeitgeberseite erfolgt. Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken des Verbandes privater Krankenhäuser in Hessen und Rheinland-Pfalz verdienen anständige Arbeitsbedingungen und einen anständigen Lohn! Daher bleibt die DHV immer für Gespräche offen, die entsprechend dieser Zielsetzung geführt werden.

Metro Campus Services GmbH ist nicht mehr tariflos!!!!

Im Herbst letzten Jahres wurde bei der tariflosen Metro Campus Services GmbH mit den Tarifgesprächen begonnen.

Nach der Umfirmierung/Ausgliederung wurde aus der Metro Services die Metro Campus Services GmbH und diese somit tarifvertragslos.

Das erste Angebot der Arbeitgeberseite, die alten Verträge einfach mit 2% mehr Lohn direkt zu unterschreiben, wurde von  der DHV-Tarifkommission direkt zurückgewiesen.

Die Verhandlungen gestalteten sich zäher als beide Seiten annahmen. Es galt, den Status quo des alten Tarifwerks der Metro Services in das Heute und in die Metro Campus Services GmbH zu bringen.

Die klare Haltung der DHV-Verhandlungskommission veranlasste die Arbeitgeberseite, ihre Verhandlungsstrategie hinsichtlich der Verknüpfung der Themen Gehalt und den strittigen Themen im Manteltarif zu überdenken.

Es wurden viele Punkte divers und kontrovers diskutiert. Man brauchte fünf Verhandlungstermine um sich einigen zu können. Das Resultat ist ein Tarifvertrag, der das Alte mit dem Neuen verbindet.

Es gibt eine Lohnsteigerung von 5,5% in zwei Jahren, jeweils zum 01.07. des Jahres gibt es somit 2,75 % mehr.

Das Urlaubsgeld wird auf zwölf Monate umgerechnet und als nicht anrechenbare Prämie ausbezahlt. Das Weihnachtsgeld bleibt in der Grundform des letzten Tarifvertrages der Metro Services erhalten.

Das komplexe Jubiläumsprämiensystem wird zum 30.09.2021 umgewandelt und alle Mitarbeiter erhalten zum 30.09.2020, die bis zu diesem Datum gebildeten Rücklagen einmalig mit 110% ausgezahlt. Die Mitarbeiter, welche in den nächsten zwei Jahren ihre Jubiläen feiern, bekommen ihr normales Jubiläumsgeld ausbezahlt.

Zudem erhalten die Mitarbeiter zum 30.09.2019 eine einmalige Sonderzahlung in jeweiliger Höhe von 800 € / 700 € / 600 € für den Wegfall von 5 Sonderurlaubstagen.

Die DHV-Verhandlungskommission wies immer wieder Arbeitgeberforderungen als nicht akzeptabel zurück. Man verhandelte lange und hart beim Manteltarifvertrag wie beim Entgelttarifvertrag. Das Resultat ist ein Kompromiss, mit dem beide Seiten zufrieden sein können.

::/introtext::
::fulltext::::/fulltext::

Tarifabschluss im baden-württembergischen Groß- und Außenhandel

Im baden-württembergischen Groß- und Außenhandel wurde ein neuer Tarifabschluss getätigt.

Diesem vorausgegangen war der Tarifabschluss in Nordrhein-Westfalen. Dieser Abschluss diente auch als Grundlage für das nun vorliegende Ergebnis in Baden-Württemberg.

Der Abschluss für den baden-württembergischen Groß- und Außenhandel sieht vor:

 

     • ab 1. Juni 2019 eine Anhebung der Löhne und Gehälter um 3,0 %

     • ab 1. Mai 2020 eine Anhebung der Löhne und Gehälter um weitere 1,9 %

    • ab 01. September 2019 und dem 01. September 2020 eine Anhebung der Azubi-Vergütungen um jeweils 70 €

     • Laufzeit 24 Monate, erstmals kündbar zum 31. März 2021

     • für den Monat Juni 2019 hat eine Korrekturabrechnung zu erfolgen

Tarifiert wurden somit wie in Nordrhein-Westfalen im Jahre 2019 2 Nullmonate und im Jahre 2020 ein Nullmonat.

Die ab dem 01. Juni 2019 geltenden Tariftabellen sowie die neuen Tarifverträge werden unseren Mitgliedern nach Abschluss der redaktionellen Arbeiten zugesandt.

Betriebsbesuch bei der Metro Deutschland GmbH in Koblenz

Am 01.07.2019 besuchte der DHV-Geschäftsführer Lukas Menzel den Betrieb der Metro Deutschland GmbH in der Carl-Zeiss-Straße 6 in Koblenz. Bei einer Tasse Kaffee im Betriebsratsbüro wurden intensive Gespräche über aktuelle Ereignisse und Änderungen im Betrieb vor Ort, wie auch im Gesamtunternehmen Metro Deutschland GmbH geführt. Diskussionsthemen waren dabei unter anderem die Gewinnung von Auszubildenden, die Bindung von Mitarbeitern an den Betrieb, aktuelle tarifliche Entwicklungen im Bereich Handel und die Personalplanung.
Besonders im Bereich der Werbung von Auszubildenden ist die Arbeit des Metro-Betriebsrates vorbildlich. Die Organisation und Durchführung von Gemeinschaftsaktivitäten, wie Unternehmensausflügen oder Firmenläufen, tragen sicherlich zur Attraktivitätssteigerung des Unternehmens als zukünftigen Arbeitgeber bei und sorgen für eine Vernetzung der Mitarbeiter untereinander. Trotz der sehr aktiven Werbung um junge Menschen, sieht sich auch die Metro herausgefordert, dem allgemeinen Nachwuchsmangel in der deutschen Wirtschaft entgegenzutreten.
Allgemein ist festzuhalten, dass im Bereich der Mitarbeiterbetreuung dem Betriebsrat die zentrale Rolle zukommt. Ohne diesen würden die Geburtstage und Jubiläen der Kolleginnen und Kollegen im Betrieb häufig unbeachtet bleiben. Auch hier scheint sich ein negativer Effekt der Digitalisierung in der Form von Vereinzelung bemerkbar zu machen. Wir drücken den Betriebsräten die Daumen, dass ihre Bemühungen zur Pflege des sozialen Kontaktes am Arbeitsplatz weiterhin Früchte tragen.
Lukas Menzel bedankt sich herzlich bei den Betriebsräten Paul Loyo und Thomas Leikauf für das freundliche und angeregte Gespräch. Auch freut er sich, den neuen Vorsitzenden der Jugend- und Auszubildenden Vertretung Dominic Krause persönlich kennengelernt zu haben. Die DHV wünscht dem Betriebsrat viel Erfolg bei der Umsetzung seiner Unternehmungen und freute sich darauf die gute und konstruktive Zusammenarbeit fortzusetzen