Bericht von der außerordentlichen Betriebsrätekonferenz der Galeria Kaufhof GmbH

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Vom 25. bis 26.02.19 fand eine außerordentliche Betriebsratskonferenz der Galeria Kaufhof GmbH statt. Grund und Thema war die Fusion mit der Karstadt Warenhaus GmbH.

Es war ein imposantes Bild am ersten Sitzungstag als sich alle Betriebsräte in Kaufhof-Grünen Westen zur Tagung versammelten und ein Symbol der Einigkeit und Solidarität vermittelten, während sie gemeinsam das Lied „mir han e hätz für kölle“ auf die Kaufhof-Stammstadt Köln und speziell für die Kolleginnen und Kollegen in der Kölner Hauptverwaltung sangen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von einem sehr emotionalen Bericht des GBR Vorsitzenden Peter Zysik, wobei er immer wieder die „Kaufhof Kultur“ ansprach. Er kritisierte vor allem das Informationsgebaren des Arbeitgebers, bei dem der GBR und die BR im Allgemeinen die Informationen eher der Presse entnehmen konnten, als sie vorab zu bekommen. Es wurden das Restrukturierungsprogramm und ein Sanierungsplan angesprochen. Zu beiden soll es nach Aschermittwoch zu Gesprächen und dann auch zu Verhandlungen mit dem Arbeitgeber kommen soll.

Danach hielt der wirtschaftliche Berater des GBR einen kurzen Bericht zur wirtschaftlichen Lage und zur Gesamtsituation. Er schilderte die wirtschaftlichen Fakten und erklärte, dass man jede Zahl, die der Arbeitgeber ihnen vorläge, gründlich und sachlich prüfen wird.

Auch Frau Nutzenberger von ver.di erhielt – trotz Ihrer Karstadt-Vergangenheit und Gegenwart – das Wort. Sie nannte das Vorgehen des Arbeitgebers gegenüber den Arbeitnehmern – sinngemäß – unwürdig, respekt- und verantwortungslos.  Danach konnte sie es aber nicht unterlassen, gegen uns als DHV eine kleine Tirade zu senden, welche bei einigen Betriebsräten nicht auf Wohlwollen traf.

Hiernach hielt das Mitglied des Bundestages Leni Breymaier (SPD und zudem ver.di-Mitglied) – in Vertretung für Bundesminister Hubertus Heil –  noch Grußworte.

Ab 16 Uhr erhielt auch die Geschäftsführung unter der Rigide von Dr. Stephan Fanderl die Möglichkeit, ihre Planungen vorzustellen. Man konnte schnell feststellen, dass die vorgestellten Pläne noch nicht zu Ende gedacht sind und man eigentlich nicht viel weiter ist als im Januar bzw. am Tag der Vertragsunterzeichnung. Ausnahme: die Schließung der HV in Köln, aber selbst hier ist das Wie und Wann noch offen. Einzig positiv zu vermerken ist, dass der Kaufhof schuldenfrei sei. Auch soll ein Gesamtkonzept für beide Vertriebslinien und ein gemeinsames Logo entwickelt werden. Es soll aus Karstadt Blau und Kaufhof Grün irgendetwas gemeinsam „Blaugrünes“ werden.

Herr Dr. Fanderl stellte klar, dass die Geschäftsführung einen gemeinsamen Tarifvertag für Galeria Kaufhof und Karstadt schaffen möchte und für Kaufhof erstmal einen Sanierungstarifvertrag „braucht“. Wie dieses rechtlich funktionieren soll, fragten sich auch viele der anwesenden Betriebsräte, da bei Karstadt bis 2021 bereits ein Sanierungstarifvertrag gilt. Dieser von ver.di geschlossene Tarifvertrag soll 2021 wieder zurück in den Flächentarifvertrag gehen. Die Spekulation liegt daher nahe, dass es wohl für Karstadt und damit auch Kaufhof eher nicht zurück in den Flächentarifvertrag gehen wird.

Auch die Drohkulisse einer Insolvenz und den damit einhergehenden Problemen wurde den anwesenden Betriebsräten suggeriert. Entweder Insolvenz oder Sanierungstarifvertrag, wenn ich es überspitzt formulieren darf, klingt für uns nach „Nötigung“.

Die Diskussion ging bis spät in den Abend, war zwar emotional und erhitzt, aber dennoch respektvoll und sachlich.

Vor der Weiterführung der Konferenz am nächsten Tag fand noch eine Sitzung des GBR statt, auf der die Delegierten des GBR für den neuen Konzernbetriebsrat gewählt wurden. Im Anschluss wurde die Konferenz weitergeführt.
Hier wurde die Öffentlichkeitsarbeit angesprochen und was die Betriebsräte tun könnten, um Ihre Situation in die Öffentlichkeit zu bringen.

Anschließend stellte der GBR-Vorsitzende und Leiter der Konferenz noch mal heraus, dass man tarifpolitisch und politisch streiten könne, aber im Sinne der Arbeitnehmerschaft und man mit der DHV konstruktiv, sachlich und fachlich als auch mit den DHV-Mitgliedern und Betriebsräten gut zusammenarbeiten und diskutieren könne. Hierbei wurde die Zusammenarbeit mit DHV-Mitglied Sabine Bondzio besonders hervorgehoben. Wir können diesem Gedankengang nur folgen. Man kann über vieles politisch streiten, aber man muss sachlich, fachlich und konstruktiv arbeiten und diskutieren und dieses im gewerkschaftlichen Sinne für die Arbeitnehmerschaft.

Wir möchten uns an diesem Punkt nochmals für die Einladung bedanken und versichern, dass wir dieser sehr gerne nachgekommen sind. Die DHV ist nicht nur im Sonnenschein für ihre Mitglieder und die Arbeitnehmerschaft da, sondern auch in den dunklen Stunden.

Wir, die DHV, bleiben an Ihrer Seite und können nur wiederholen: „Organisieren Sie sich!“.

H.M.Wellmann
DHV Geschäftsführer NRW

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Grußworte des DHV-Geschäftsführers Harm Wellmann zum Landesgewekschaftstag CGM NRW

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Liebe Kolleginnen und Kollegen im CGM,

wir von der DHV freuen uns und feiern mit Euch 120 Jahre CGM und viele gemeinsame Jahre Seite an Seite und Schulter an Schulter im CGB in NRW. Wir schließen uns dem Kreis der Gratulanten zum 120-jährigen Bestehen der CGM an und bedanken uns, dass wir dabei sein dürfen. Eine der Hauptwurzeln der christlichen Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung liegt hier in NRW, und wie ein alter Baum knospen an ihr immer wieder neue Blüten und Triebe, treiben neue Äste aus und schlagen die Wurzeln immer tiefer in den guten Boden von Rhein und Ruhr. Tief verwurzelt im Ruhrgebiet und Rheinland ist die Tradition der Metall- und Stahlproduktion und somit auch Eure Tradition in der Region und in diesem Bundesland Nordrhein-Westfalen. Diese gelebte Tradition wurde an den Schmelztiegeln von Krupp, Thyssen, Stinnes, Mannesmann und anderen geboren – von denen, die das Metall verarbeitet, den Stahl gekocht, die Werkzeuge und Maschinen gefertigt und „Made in Germany“ berühmt machten und dieses auch heute noch tun.

Aber gerade hier in Duisburg schlägt das Herz der CGM und es schlägt stark. Wir erinnern uns gerne mit Euch an die Gründung von Franz Weber des Christlichen Metallarbeiterverbands am 15.Oktober 1899 hier in Duisburg an histori-scher Stätte. Als christlicher Gegenentwurf zu den sozialistischen Gewerkschaften habt Ihr Euch damals gegründet und diesem Credo seid Ihr treu geblieben.

Wie wir habt Ihr eine wechselvolle Geschichte von der Gründung im Kaiserreich über die Weimarer Republik bis zur Auflösung unter den Nationalsozialisten. Es kam die Wiederbelebung und Wiedergründung in den 1950ziger als christlicher Gegenentwurf einer Gewerkschaft zu der von den Alliierten favorisierten und den Sozialisten bevorzugten Einheitsgewerkschaft und damit der Eintritt für Pluralismus und Demokratie. Wir begleiten und arbeiten mit Euch schon viele Jahre seit Eurer Gründung gemeinsam vor 1933 in den verschiedensten Christlichen Dachverbänden und nach 1959 im CGB. Wir werden dieses auch in Zukunft weiter tun und wir tun es sehr gerne. Ihr habt wie wir sonnige Höhen gesehen und dunkle Täler durchschritten und gerade hier in NRW den Niedergang und die Wiedergeburt der einst so stolzen deutschen Metall- und Stahlindustrie hautnah miterlebt. Aber Ihr habt hier nicht die Flinte ins Korn geworfen oder die CGM zum Altmetall gegeben, sondern Ihr habt das Eisen immer wieder eingeschmol-zen und wieder neu geschmiedet und geformt. In Euch steckt die Kraft aus Erz und Stahl und Ihr tragt diese in die Christliche Gewerkschaft.

Ihr von der CGM verkörpert, genau wie wir von der DHV, eine gelebte christliche Gewerkschaftstradition, welche aber nicht die Asche bewahrt, sondern das Feuer weitergibt. In diesem Sinne blicken wir gemeinsam mit Weitblick in die Zukunft, getreu Eurem diesjährigen Motto zum 120-jährigen Bestehen. Mit einem kräftigen Blühe! Wachse! Gedeihe! CGM in NRW! Auf die nächsten 120!

Und natürlich darf auch ein genauso kräftiges „Glück Auf!“ an der Ruhr nicht fehlen!

Harm M. Wellmann
DHV Geschäftsführer NRW

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Personalrätekonferenz

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Am Diestag den 26. März 2019 findet in Fürstenberg die erste Personalrätekonferenz des Jahres 2019 statt.

Hauptpunkt der Tagung wird die Evaluierung des Landespersonalvertretungsgesetzes sein.

Bereits vor längerer Zeit hat die Landesregierung von Baden-Württemberg eine Evaluierung des Landespersonalvertretungsgesetzes (LPVG) beschlossen und angekündigt. Mit der Gesetzesfolgeabschätzung wurde die Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg beauftragt. Die ersten Evaluationsaspekte wurde bereits benannt.

Zu diesen Aspekten wollen wir die Erfahrungen unserer Personalräte in Kommunen, Kammern und Sparkassen einholen und zusammentragen. Dies soll uns bei einer klaren Positionierung helfen, welche wir dann der Landesregierung gegenüber vertreten.

Eingeladen sind alle DHV-Mitglieder, welche Personalräte/Jugend- und Auszubildendenvertreter nach dem Landespersonalvertretungsgesetz Baden-Württemberg sind.

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Inhouse-Seminar bei der levoBank in Eppelborn

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Datum: 22.02.2019

In diesem Jahr hat das Bildungswerk des DHV-Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saar seine Tätigkeit mit einer internen Schulung am 18. und 19. Februar bei der levoBank in Eppelborn aufgenommen. Die Seminarleitung lag beim neuen Geschäftsführer Lukas Menzel, als Referent stand Alexander Henf, DHV Geschäftsführer in Hessen, zur Verfügung. Neben dem Betriebsratsvorsitzenden, nahmen auch fünf weitere Betriebsratsmitglieder und zwei Ersatzmitglieder an der Schulung teil.

In dem zweitägigen Intensivkurs wurden die Anwesenden über die Rechte, Pflichten und Aufgaben aufgeklärt, die sie mit der Übernahme ihres Ehrenamtes als Betriebsräte aufgenommen haben. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich ein reger Austausch zwischen den Anwesenden und es konnten eine Reihe von Fragen zur Umsetzung der Betriebsratsarbeit beantwortet werden.  

Alexander Henf und Lukas Menzel danken den Teilnehmern für die angeregte und entspannte Atmosphäre. Sie wünschen dem gesamten Betriebsrat der levoBank viel Erfolg bei ihrem Einsatz für ihre Kolleginnen und Kollegen und freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit.

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1. Verhandlungsrunde RehaKlinikum Bad Säckingen – Annäherung in Sicht

Am 19.02.2019 fand in den Räumlichkeiten der RehaKlinikum Bad Säckingen die 1. Verhandlungsrunde zum neuen Vergütungstarifvertrag statt. Für die DHV haben die Kolleginnen Töpfer, Schäfer, Rietzel, sowie die DHV Geschäftsführer Fröhlich und Endlich teilgenommen.

Die von der DHV gestellten Forderungen wurden von der Arbeitgeberseite insgesamt recht positiv aufgenommen. Teilweise wurde von der Arbeitgeberseite schon Bereitschaft signalisiert unseren berechtigten Forderungen nachzukommen. Allerdings befindet sich das RehaKlinikum Bad Säckingen nach wie vor in Insolvenz in Eigenverwaltung. Im Januar beschloss die Gläubigerversammlung zwar die Insolvenz zu beenden, es wird jedoch noch auf den Abschluss des gerichtlichen Verfahrens gewartet. Dennoch ist die finanzielle Situation weiterhin angespannt. Ziel der Verhandlungen kann es nicht sein, die Situation weiter zu verschlechtern. Was aus Sicht der DHV aber nicht dazu führen darf, dass die Anstrengungen und Opfer der Kolleginnen und Kollegen des RKBS während des Insolvenzverfahrens nicht honoriert werden müssen.

Vor diesem schwierigen Hintergrund konnte sich in dem Termin noch auf keinen Abschluss geeinigt werden. Die noch streitigen Forderungen muss die Arbeitgeberseite intern, sowie mit den im Insolvenzverfahren beteiligten Personen erörtern. Eine weitere Verhandlungsrunde wird noch terminiert werden. Insbesondere auch, um die durch die Arbeitgeberseite angeregte und im Abschluss 2017 andiskutierte Überarbeitung der Eingruppierungssystematik zu besprechen.

Tarifverhandlungen bei der Metro Campus Services GmbH

Seit Dezember 2018 laufen die Tarifverhandlungen bei der Metro Campus Services GmbH.

In der ersten Verhandlungsrunde im Dezember 2018 unterbreitete die Arbeitgeberseite das Angebot, den alten Tarifvertrag (Stand 2017) plus 2% mehr Lohn ohne weitere Verhandlungen zu verlängern. Die DHV-Tarifkommission lehnte dieses Angebot ab.Die DHV verhandelt mit dem Ziel der Schaffung eines einheitlichen, für alle Beschäftigten annehmbaren Tarifwerks.

Am 06.02.2019 fand die zweite Verhandlungsrunde mit dem Schwerpunkt Manteltarifvertrag statt. Der Entwurf der Arbeitgeberseite wurde der DHV Tarifkommission allerdings erst am Verhandlungstisch übergeben. Somit war ein vorheriger Vergleich zum alten Tarifwerk nicht unbedingt möglich.  

Nachdem die Arbeitgeberseite ihren Entwurf vorgestellt hatte, sondierten DHV und Arbeitgeber die einzelnen Punkte des Entwurfs. In einigen Punkten, wie zum Beispiel in puncto Nachtarbeit oder dem Verfall des Urlaubsanspruches (Vorjahr) zum 30.04. eines Kalenderjahres könnte sich eine Einigung abzeichnen. In anderen Punkten muss noch diskutiert werden. Es gibt zum Beispiel Punkte, wie das Treuegeld, die der Arbeitgeber gerne aus dem Tarifvertrag heraus in eine Regelabsprache verschieben möchte.
Auch möchte die Arbeitgeberseite die Betriebsvereinbarung vom 08.07.2016 „Bestandsschutz“ außer Kraft setzen. Sie macht ihre Unterschrift unter den Tarifvertrag von der Erfüllung ihrer Forderung abhängig, Die DHV-Tarifkommission wies darauf hin, dass die DHV als Gewerkschaft keine rechtliche Möglichkeit und Weisungsvollmacht besitzt, dem Betriebsrat das Außerkraftsetzen der Betriebsvereinbarung anzuweisen und die Tarifpartner diese Gremiumsentscheidung auch nicht aufheben können. Dennoch will die Arbeitgeberseite nicht von ihrer Bedingung Abstand nehmen.

Der Vorschlag der DHV-Tarifkommission, eine Unwirksamkeits- oder Aufhebungsklausel in das Tarifwerk einzufügen, wurde von der Arbeitgeberseite angenommen. Die Einzelheiten – ob Prozentregelung oder Obergrenze der Belegschaft – müssen aber noch in die Feinabstimmung.

Die DHV-Tarifkommission wird die Vorschläge der Arbeitgeberseite prüfen, diskutieren und mit den alten Tarifwerk vergleichen, da die anberaumte Zeit einen gründlichen Vergleich nicht zuließ. Die DHV wird nicht auf Errungenschaften des alten Tarifvertrages verzichten oder hier klein beigeben.

Die Verhandlungen werden im März mit dem Schwerpunktthema Entgelt fortgeführt.

V.i.S.d.P.: Harm Marten Wellmann

Kaufhof: DHV befürchtet Absenken von Tarifstandards

Die Berufsgewerkschaft DHV befürchtet das Schlimmste für die Beschäftigten von Kaufhof infolge der Fusion mit Karstadt! Das gilt im Hinblick auf den angekündigten Stellenabbau, aber auch im Hinblick auf die drohende Absenkung von Tarifstandards infolge des von Kaufhof in einer Pressemitteilung angekündigten Ruhendstellen der Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband.

Allem Anschein nach handelt es sich bei der Fusion nicht um eine unter gleichberechtigten Partnern, sondern um eine Art „feindliche Übernahme“ der Galeria Kaufhof GmbH durch die kleinere Karstadt Warenhaus AG!
Dieser Eindruck wurde uns von mehreren Betriebsräten und DHV-Mitgliedern kommuniziert. Er wurde zuletzt durch die in der Mitarbeiterversammlung am 25.01.2019 bei Galeria Kaufhof kommunizierte Aussage der Geschäftsleitung unterstrichen, nach der alleine in der Hauptverwaltung Köln 1.390 Stellen wegfallen sollen, von denen nur 390 in Essen abgebaut werden. Von den restlichen Stellen soll nur ein sehr kleiner Teil in Köln bleiben. Aber auch in der Fläche soll ein Arbeitsplatzabbau stattfinden. Laut Presse kursiert eine Zahl von 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Wir als DHV protestieren auf das Schärfste gegen diesen Arbeitsplatzabbau!
Vor allem ist es für uns ein Unding, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Galeria Kaufhof zwar über die Zahlen informiert, aber ansonsten im Unklaren gelassen werden. Es sind viele Fragen offen wie z.B.:

  • Wer wird betroffen sein?
  • Wie soll der Prozess vonstattengehen?
  • Wann wird der Beginn sein?

Wir fordern, dass schnellstmöglich Klarheit geschaffen wird!
Wir können uns gut vorstellen, mit welcher Motivation die Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen von Galeria Kaufhof derzeit ihre Arbeit verrichten, waren sie doch vorher von ihrem Arbeitgeber überzeugt und identifizierten sich mit ihm.

Es kann nicht sein, dass die unternehmerischen Fehlentscheidungen der letzten Jahre auf Kosten der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ausgetragen werden!

Laut der Presseerklärung von Galeria Kaufhof und Karstadt hat Galeria Kaufhof die Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband ruhend gestellt, die Tarifbindung abgelöst und strebt ein neues Tarifmodell an. Die Vermutung liegt sehr nahe, dass das Tarifmodell von Karstadt auf das gesamte fusionierte Unternehmen angewandt werden soll. Dieses liegt aber über 10 Prozent unter dem Flächentarifvertragsniveau! Der Gehaltsunterschied beträgt mitunter über 300 € im Monat für normal verdienende Beschäftigte. Grundlage dieses Unterlaufens des Flächentarifvertrages ist ein sogenannter Zukunftstarifvertrag zwischen Karstadt und ver.di aus dem Jahr 2016. In diesem wurde zwar die Rückkehr in den Flächentarifvertrag im Jahr 2021 vereinbart. Mit der Ankündigung von Kaufhof und Karstadt, ein neues Tarifmodell anzustreben, wird aber dieses Ziel in Frage gestellt.

2019 ist Wahljahr für die Personalräte in Baden-Württemberg

Vom 01. April bis 31. Juli 2019 finden die nächsten Personalratswahlen, sowie zeitgleich auch die Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretungen nach dem Landespersonalvertretungsgesetz Baden-Württemberg statt. Wie zu allen Wahlen, bietet das DHV-Bildungswerk Südwest wieder ein Seminar an.

Mit diesem möchten wir Sie „Schritt für Schritt“ auf die Personalratswahl in Ihrer Dienststelle vorbereiten. Damit Sie kompetent sämtlichen Problemen einer Personalratswahl begegnen können und Sie eine fehlerhafte Durchführung der Wahl vermeiden können.

Bitte beachten Sie daher das durch das DHV-Bildungswerk Südwest angebotene Seminar zur Schulung der Wahlvorstände.

Stattfinden wird das Seminar:                                                      

20. bis 22. März 2019

Die entsprechende Ausschreibung finden Sie hier.

Gerne bieten wir Ihnen auf Anfrage auch eine Inhouse-Schulung Ihres Wahlvorstandes an, sprechen Sie uns einfach an.

Betriebsbesuch bei der Metro Deutschland GmbH in Koblenz

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Am 23.01.2019 besuchten der DHV-Landesvorsitzende des Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saar Hans-Rudolf Folz und der DHV-Geschäftsführer Lukas Menzel den Betrieb der Metro Deutschland GmbH in der Carl-Zeiss-Straße 6 in Koblenz.
Der Betriebsratsvorsitzende Paul Loyo, der ein engagiertes DHV-Mitglied ist,  empfing beide im Betriebsratsbüro. Da sich der Markt im Umbau befindet, hatte sich eine umfassende Begehung nicht angeboten. Im anschließenden Austausch wurden verschiedene Punkte, wie die allgemeine Entwicklung der Metro Deutschland GmbH, die Auswirkungen der Umbaumaßnahmen für die Beschäftigten und die Gewerkschaftsarbeit vor Ort besprochen.    
Auch die JAV-Vorsitzende Katrin Siebenmorgen fand für ein kurzes gegenseitiges Kennenlernen Zeit.
Die DHV bedankt sich für den herzlichen Empfang und freute sich darauf die gute und konstruktive Zusammenarbeit fortzusetzen. Bereits Mitte Mai soll ein Anschlusstermin stattfinden. 

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Was nun Kaufhof und Karstadt?

Wohin geht die Reise der Deutschen Warenhaus Holding mit Galeria Kaufhof und Karstadt?
Es hat alles den Anschein, dass es hier keine gleichberechtigte Fusion oder Ähnliches gibt, sondern eine „feindliche Übernahme“!   
Die kleinere Karstadt Warenhaus AG übernimmt die größere Galeria Kaufhof GmbH. Dieser Eindruck wurde uns von mehreren Betriebsräten und DHV-Mitgliedern bereits kommuniziert. Dies wurde zuletzt durch die in der Mitarbeiterversammlung am 25.01.2019 bei Galeria Kaufhof kommunizierten Aussage der Geschäftsleitung unterstrichen, nach der alleine in der Hauptverwaltung Köln 1390 Stellen wegfallen sollen, von denen 390 in Essen angebaut werden und von den restlichen Stellen nur ein sehr kleiner Teil in Köln bleiben soll.
Aber auch in der Fläche soll ein Arbeitsplatzabbau stattfinden. Laut Presse kursiert eine Zahl von 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Wir als DHV protestieren auf das Schärfste gegen diesen Arbeitsplatzabbau!
Vor allem ist es für uns ein Unding, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Galeria Kaufhof zwar über die Zahlen informiert, aber ansonsten im Unklaren gelassen werden:

  • Wer wird betroffen sein?
  • Wie soll der Prozess vonstattengehen?
  • Wann wird der Beginn sein?

Viele weitere Fragen sind noch offen.

Wir fordern, dass schnellstmöglich Klarheit geschaffen wird! Wir können uns gut vorstellen, mit welcher Motivation Sie als Mitarbeiter/Mitarbeiterin von Galeria Kaufhof derzeit Ihre Arbeit verrichten, waren Sie doch vorher von Ihrem Arbeitgeber überzeugt und identifizierten sich mit ihm.
Es kann nicht sein, dass die unternehmerischen Fehlentscheidungen der letzten Jahre auf Kosten der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ausgetragen werden. Wir können diesen Mitarbeitern bei Kaufhof und Karstadt nur dringend raten und zurufen

Organisiert Euch! und Wir stehen Euch zur Seite!

Laut der Presseerklärung seitens Galeria Kaufhof und Karstadt hat Galeria Kaufhof die Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband ruhend gestellt, die Tarifbindung abgelöst und strebt damit dasselbe Tarifmodell, wie bei Karstadt an. Karstadt unterläuft aber den Flächentarifvertrag zusammen mit Ihrem Tarifpartner.
Ich kann Sie beruhigen, wir von der DHV sind es nicht!
Ich empfehle Ihnen zu recherchieren, wer der Tarifpartner von Karstadt ist und das Unterlaufen des Flächentarifvertrages ausgehandelt hat. Es wird Sie, so glaube ich, nicht überraschen, dass dieser Tarifpartner auch den Flächentarifvertrag ausgehandelt hat.
Wie ist so etwas möglich? Das fragen Sie sich zurecht, denn es kann doch nicht sein, dass man seine eigenen Verhandlungen und Verträge unterläuft, auch wenn man von Sanierung und Ähnlichem spricht.  
Es ist hier aber der Fall.
Wir können den Mitarbeitern bei Galeria Kaufhof und Karstadt als eine aus dem Handel geborene Gewerkschaft, nur unsere Hilfe und Unterstützung anbieten, wie wir diese seit Jahrzehnten gewähren,
Wir sind weiter für unsere DHV-Mitglieder und im Ganzen für die Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen da und werden die Entwicklung mit Argusaugen verfolgen und überwachen.

Harm M. Wellmann, DHV-Geschäftsführer NRW