Tarifgeschehen Median Kliniken Bad Kösen und Bad Salzdetfurth

Bereits 2017 scheiterten die Verhandlungen zu einem Manteltarifvertrag für 4 Kliniken der Mediangruppe in Bad Kösen und Bad Salzdetfurth.  Der Arbeitgeber hatte die Verhandlungen abgebrochen und war lange Zeit danach in keiner Form gesprächsbereit. Der DHV gelang es nach zähem Ringen mehr als 1 Jahr später die Arbeitgeberseite dazu zu bringen, wieder in erste Gespräche einzusteigen.  Diese Gespräche endeten mit einem Gehaltstarifvertrag, den sich die Tarifkommission so nicht gewünscht hatte, aber es war ein erster Schritt hin zu einer neuen Tarifbindung für die 4 Klinikbetriebe. Das Angebot der Arbeitgeberseite wich so erheblich von den DHV-Forderungen ab dass die DHV eine Umfrage unter ihren Mitgliedern startete, um zu erfragen, ob dieses Angebot angenommen werden sollte. Wenigstens eine Gehaltssteigerung, wenn auch eine sehr geringe, stand in Aussicht, so dass sich unsere Mitglieder mit überwältigender Mehrheit dafür aussprachen, diesen Entgelttarifvertrag abzuschließen. Es hatte schließlich auch über mehrere Jahre keinerlei Gehaltserhöhung gegeben. Außerdem war es der Tarifkommission damals gelungen, den Arbeitgeber zur Unterzeichnung einer Verpflichtungserklärung zu bringen. Ab März 2020 wollten sie in Verhandlungen zu einem neuen Manteltarifvertrag einsteigen. Ziel war es, endlich die Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den Arbeitnehmern zu beseitigen und gleiche, gute und faire Arbeitsbedingungen für alle Kolleginnen und Kollegen zu vereinbaren. So dachte zumindest unsere Tarifkommission.

Zwei-Klassen-Arbeitnehmer? Die gibt es in diesen Kliniken. Die betroffenen Kliniken gehörten ehemals zur Lielje-Gruppe. Median hat diese Kliniken erworben. Das führte dazu, dass zum Zeitpunkt des Kaufes für damalige Mitarbeiter ein guter Manteltarifvertrag, vereinbart zwischen der Lielje-Gruppe und der DHV, auch nach der Übernahme galt. Neue Mitarbeiter konnten sich auf dieses Privileg nicht berufen und wurden zu schlechteren, weil bis auf Gehalt mit tariflosen Bedingungen eingestellt. Neue Mitarbeiter arbeiteten grundsätzlich 40 Stunden pro Woche, die Alt-Mitarbeiter hatten durch den weiter geltenden Manteltarifvertrag eine 38-Stunden-Woche. Dies war nicht der einzige Unterschied, macht aber die unterschiedliche Behandlung der Mitarbeiter deutlich.

Dann kam Corona, und aus den geplanten Verhandlungen wurde erstmal nichts. Der Arbeitgeber verzögerte den Beginn der Verhandlungen. Im Juli 2020 fanden auf Drängen der DHV-Tarifkommission dann erste Sondierungsgespräche statt, in denen es weitgehend um die Möglichkeit ging, überhaupt zu verhandeln. Notgedrungen erklärte sich unsere Tarifkommission damit einverstanden, digital, also per Videokonferenzen die Verhandlungen zu beginnen. Als wir zusagten um überhaupt verhandeln zu können, hatten wir noch gehofft, die Verhandlungen zu einem späteren Zeitpunkt in Präsenz fortführen zu können.

Das war nicht der Fall, aber wir wurden in mehr als diesem Punkt eines Besseren belehrt. Nicht nur, dass der Arbeitgeber rigoros jedwedes persönliche Treffen, auch mit reduzierter Teilnehmerzahl abgelehnt hat, der Arbeitgeber hat es auch nicht für notwendig gehalten, den Tarifkommissionsmitgliedern innerhalb der Kliniken die notwendige Ausstattung zur Verfügung zu stellen oder Konferenzprogramme freischalten zu lassen. Das hat die Arbeit der Tarifkommission erheblich erschwert. Entweder, einzelne Tarifkommissionsmitglieder konnten sich aufgrund der geringen in den Kliniken zur Verfügung stehenden Bandbreite und für Angestellte gesperrte Websites gar nicht an Online-Sitzungen beteiligen, oder andere flogen bei Telefonkonferenzen ständig aus der Leitung. Geeignete Computer durften erst genutzt werden, nachdem die Tarifkommission unmissverständlich erklärt hatte, dass Verhandlungen ohne Vorbereitung durch die Tarifkommission nicht möglich wären.

Aber vielleicht war es genau das, was der Arbeitgeber bezweckte. Denn dies blieb nicht die einzige Hürde. Die DHV-Tarifkommission stellte dem Arbeitgeber einen Manteltarifvertragsentwurf vor. In diesem MTV-Entwurf waren alle Forderungen enthalten, die die Tarifkommission in die Verhandlungen einbringen wollte. Dieser Entwurf sollte Verhandlungsgrundlage sein.

Bei Tarifverhandlungen stehen sich gewöhnlich zwei unterschiedliche Vorstellungen gegenüber. Häufig gehen die Vorstellungen von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite auseinander. Was bei diesen Verhandlungen allerdings als weit untertrieben angesehen werden muss.

Was wollte die DHV-Tarifkommission? Wie eingangs bereits erwähnt gleiche, gute und faire wertschätzende Arbeitsbedingungen, die für alle Mitarbeiter gelten sollten.

Was wollte die Arbeitgeberseite? Der DHV-Tarifkommission diktieren, wie der Tarifvertrag auszusehen habe. Verhandlungen sind von Kompromissen geprägt. Wirklich gut laufen Verhandlungen, wenn man sich einigen kann und beide Seiten am Ende zufrieden sind. Der Arbeitgeberseite ging es ausschließlich darum, Personalkosten zu sparen. Mehr Arbeitsstunden für den einzelnen pro Woche, dafür weniger Urlaub, weniger Nachtschichtzulage, dafür wollte man sich vorbehalten, die Mitarbeiter nach Gutdünken und Bedarf extrem flexibel einzusetzen, ohne Überstundenzuschläge zahlen zu müssen. Alle vorteilhaften Regelungen aus dem für Altbeschäftigte noch geltenden Tarifvertrag: gestrichen. Die Altbeschäftigten sollten in 17 Punkten zeitlich und finanziell schlechter gestellt werden.

Das waren für die DHV-Tarifkommission zwar gleiche, aber keine guten, fairen, oder gar wertschätzenden Arbeitsbedingungen. Dennoch hielt die DHV-Tarifkommission an den Verhandlungen fest und war weiterhin bereit, sich zu einigen, wenn der Arbeitgeber in dem Entgelt-Tarifvertrag, der nach dem Manteltarifvertrag verhandelt werden sollte, bereit gewesen wäre, diese teils erheblichen Nachteile anderweitig finanziell auszugleichen.

Keine Spur von Bereitschaft des Arbeitgebers. Bereits im September 2020 hatte daher die DHV-Tarifkommission die Einführung einer Besitzstandsklausel gefordert. Es schien, als bestünde darüber Einigkeit. Weit gefehlt. Der Arbeitgeber hatte wohl gemerkt, dass er mit seiner diktatorischen Art diese Verhandlungen nicht würde zum Ende bringen können und schmiss erneut ohne jede Ankündigung hin. Verhandlungen beendet, Tarifkommission der Arbeitgeberseite aufgelöst. Punkt. Aus.

Da stellt sich die Frage: Mit welcher Begründung verfährt der Arbeitgeber so. Es ist der DHV-Tarifkommission schlicht ein Rätsel. Die Schuld gibt man uns. Wie konnte die Tarifkommission auch so vermessen sein, eine Besitzstandsklausel einführen zu wollen? Nach Arbeitgebermeinung war es offenbar selbstverständlich, dass wir uns kommentarlos dem Diktat beugen und Verschlechterungen für eine große Anzahl unserer Mitglieder vereinbaren würden. Einen Manteltarifvertrag um jeden Preis? Auch um den Preis, dass unsere Mitglieder zu Recht wütend auf die Tarifkommission gewesen wären? Nicht mit uns! Einigungsbereitschaft sieht anders aus. Verhandlungsbereitschaft auch.

Woran liegt das eigentlich? Mit wem verhandeln wir hier eigentlich? Mit der Geschäftsführung? Mit Entscheidungsträgern? Mit Personen, die von der Geschäftsführung ein Mandat haben? Nein! Wir verhandeln mit Personen, die zu Verhandlern bestimmt wurden, ohne irgendeine Entscheidungskompetenz. Personen, die an die Geschäftsführung berichten müssen und sich selbst die nächsten Schritte diktieren lassen müssen. Das sind und waren bisher keine Verhandlungen auf Augenhöhe!

Zudem verschleppt die Median-Geschäftsführung erneut die längst überfälligen Gehaltserhöhungen. Der letzte Entgelttarifvertrag wurde von uns fristgerecht gekündigt. Die Mitarbeiter gehen wieder leer aus, denn durch den Abbruch der Verhandlungen zum Manteltarifvertrag ist man gleichzeitig auch aus den Verhandlungen zum Entgelttarifvertrag ausgestiegen, die durch die Verzögerungstaktik der Arbeitgeberseite noch nicht einmal begonnen hatten.

Wir fordern die Geschäftsführung der Median-Gruppe weiter zu Verhandlungen auf und werden diese Aufforderung notfalls auch mit Druck durchsetzen.

Silke Schönherr-Wagner

Verhandlungen mit Rehaklinikum Bad Säckingen kurz vor dem Abschluss

Es gibt gute Nachrichten zu verkünden! Nach intensivem Austausch steht der aktuelle Tarifabschluss zwischen den Betreibern des Rehaklinikums Bad Säckingen und der DHV-Die Berufsgewerkschaft e.V. kurz vor der Unterzeichnung.

In den Verhandlungen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern einigten sich beide Seiten auf Entgeltsteigerungen, die sich sehen lassen können.
Die Steigerungen erfolgen in zwei Stufen:

  • Entgeltsteigerung rückwirkend zum 01.01.2021                  1,8%
  • Eine weitere Entgeltsteigerung zum 01.01.2022                  2,0%

Darüber hinaus konnten wir erreichen:

  • die Zahlung einer Coronaprämie
  • Weitergewährung eines zusätzlichen Urlaubstages im Jahr exklusiv  für DHV-Mitglieder!

Damit werden höhere Steigerungen erreicht, als sie der vergleichbare Tarifvertag des öffentlichen Dienstes vorsieht! Ein voller Erfolg für die Beschäftigten des Klinikums. Und mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2022 Sicherheit für 24 Monate!

Insbesondere war uns wichtig, dass die DHV-Mitglieder wieder ihren verdienten Bonus in Form eines zusätzlichen Urlaubstages im Jahr erhalten. Wer sich für eine Mitgliedschaft in der DHV entschieden hat, ist über diese direkt am erreichten Erfolg der Verhandlungen mitbeteiligt. Jedes Mitglied ist wichtig und die Stärke unserer Betriebsgruppe vor Ort, spiegelt sich direkt in unseren Verhandlungsergebnissen wider. Sprich: Mit weiteren Mitgliedern können wir als Gewerkschaft in der Zukunft noch mehr für die Beschäftigten erreichen!

Die besondere Problematik der aktuellen Situation konnte auch in einer Coronaprämie gelöst werden. Dies war ein großer Streitpunkt, da Rehakliniken nicht als Direktkrankenhäuser gelten und damit keine finanzielle Unterstützung von Land und Bund erhalten. Trotz dieser komplizierten Ausgangslage, haben die Tarifparteien hiermit ihre Handlungsfähigkeit in schwierigen Zeiten unter Beweis gestellt

Aktion Vion Crailsheim Weltfrauentag 1

DHV-Aktion zum Weltfrauentag bei Vion/Moksel

Am 08.03. führte die DHV an den Standorten des Vion/Moksel-Konzerns, mit denen die DHV bisher eine langjährige Tarifpartnerschaft gestaltet hatte – Crailsheim, Buchloe, Hilden und Altenburg -, eine Aktion zum Weltfrauentag durch. Unter dem Motto:

Mehr als nur Lippenbekenntnisse! Gleiche Arbeit, Gleicher Lohn, Gleiche Chancen! Tarifverträge schützen! Damit das so bleibt: DHV!

überreichten DHV-Vertreter/innen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Labellostifte und informierten diese über die Aufkündigung der Tarifpartnerschaft mit der DHV durch die Geschäftsleitungen. Die Kündigungen waren u.a. mit der Begründung erfolgt, dass die Integration der ehemaligen Werkvertragsmitarbeiter/innen in den Vion/Moksel-Konzern ein konzerneinheitliches Vorgehen erfordert und der Vion/Moksel-Konzern daher mit der NGG verhandeln wolle. Unsere Befürchtung: Die Arbeitgeber wollen den Vorwand eines konzerneinheitlichen Vorgehens nutzen, um die Lohn- und Arbeitsbedingungen mit Hilfe einer anderen Gewerkschaft zu drücken! Das ist mit uns nicht zu machen! Dem Vorhaben stehen die Bedingungen des gekündigten DHV-Tarifvertrages, der seit Anfang 2021 in der Nachwirkung für alle bis zum 31.12.2020 eingetretenen DHV-Mitglieder ist, entgegen. Die DHV ist an den betroffenen Standorten Crailsheim, Buchloe, Hilden und Altenburg klar die stärkste Gewerkschaft.
Die Aktion fand unter den Beschäftigten der Standorte große Aufmerksamkeit. Die DHV wird mit weiteren Aktionen den Druck auf die Geschäftsleitung aufrechterhalten.

Aktion Vion Crailsheim Weltfrauentag 1

In Crailsheim  verteilten der Betriebsratsvorsitzende Wolfram Herrmann, der stv. Betriebsratsvorsitzende Michael Kugler und der DHV-Geschäftsführer Marc Endlich (v. li. N. r.) die Informationen und Präsente an die Beschäftigten.

DHV-Aktion zum Weltfrauentag bei Vion/Moksel

Am 08.03. führte die DHV an den Standorten des Vion/Moksel-Konzerns, mit denen die DHV bisher eine langjährige Tarifpartnerschaft gestaltet hatte – Crailsheim, Buchloe, Hilden und Altenburg -, eine Aktion zum Weltfrauentag durch. Unter dem Motto:

Mehr als nur Lippenbekenntnisse! Gleiche Arbeit, Gleicher Lohn, Gleiche Chancen! Tarifverträge schützen! Damit das so bleibt: DHV!

überreichten DHV-Vertreter/innen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Labellostifte und informierten diese über die Aufkündigung der Tarifpartnerschaft mit der DHV durch die Geschäftsleitungen. Die Kündigungen waren u.a. mit der Begründung erfolgt, dass die Integration der ehemaligen Werkvertragsmitarbeiter/innen in den Vion/Moksel-Konzern ein konzerneinheitliches Vorgehen erfordert und der Vion/Moksel-Konzern daher mit der NGG verhandeln wolle. Unsere Befürchtung: Die Arbeitgeber wollen den Vorwand eines konzerneinheitlichen Vorgehens nutzen, um die Lohn- und Arbeitsbedingungen mit Hilfe einer anderen Gewerkschaft zu drücken! Das ist mit uns nicht zu machen! Dem Vorhaben stehen die Bedingungen des gekündigten DHV-Tarifvertrages, der seit Anfang 2021 in der Nachwirkung für alle bis zum 31.12.2020 eingetretenen DHV-Mitglieder ist, entgegen. Die DHV ist an den betroffenen Standorten Crailsheim, Buchloe, Hilden und Altenburg klar die stärkste Gewerkschaft.
Die Aktion fand unter den Beschäftigten der Standorte große Aufmerksamkeit. Die DHV wird mit weiteren Aktionen den Druck auf die Geschäftsleitung aufrechterhalten.

DHV-Aktion zum Weltfrauentag bei Vion/Moksel

Am 08.03. führte die DHV an den Standorten des Vion/Moksel-Konzerns, mit denen die DHV bisher eine langjährige Tarifpartnerschaft gestaltet hatte – Crailsheim, Buchloe, Hilden und Altenburg -, eine Aktion zum Weltfrauentag durch. Unter dem Motto:

Mehr als nur Lippenbekenntnisse! Gleiche Arbeit, Gleicher Lohn, Gleiche Chancen! Tarifverträge schützen! Damit das so bleibt: DHV!

überreichten DHV-Vertreter/innen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Labellostifte und informierten diese über die Aufkündigung der Tarifpartnerschaft mit der DHV durch die Geschäftsleitungen. Die Kündigungen waren u.a. mit der Begründung erfolgt, dass die Integration der ehemaligen Werkvertragsmitarbeiter/innen in den Vion/Moksel-Konzern ein konzerneinheitliches Vorgehen erfordert und der Vion/Moksel-Konzern daher mit der NGG verhandeln wolle. Unsere Befürchtung: Die Arbeitgeber wollen den Vorwand eines konzerneinheitlichen Vorgehens nutzen, um die Lohn- und Arbeitsbedingungen mit Hilfe einer anderen Gewerkschaft zu drücken! Das ist mit uns nicht zu machen! Dem Vorhaben stehen die Bedingungen des gekündigten DHV-Tarifvertrages, der seit Anfang 2021 in der Nachwirkung für alle bis zum 31.12.2020 eingetretenen DHV-Mitglieder ist, entgegen. Die DHV ist an den betroffenen Standorten Crailsheim, Buchloe, Hilden und Altenburg klar die stärkste Gewerkschaft.
Die Aktion fand unter den Beschäftigten der Standorte große Aufmerksamkeit. Die DHV wird mit weiteren Aktionen den Druck auf die Geschäftsleitung aufrechterhalten.

Aktion Moksel Buchloe Weltfrauentag

DHV-Aktion zum Weltfrauentag bei Moksel in Buchloe

Aktion Moksel Buchloe Weltfrauentag

Am 08.03. führte die DHV bei Moksel in Buchloe eine Aktion zum Weltfrauentag durch. Unter dem Motto:

Mehr als nur Lippenbekenntnisse! Gleiche Arbeit, Gleicher Lohn, Gleiche Chancen! Tarifverträge schützen! Damit das so bleibt: DHV!

überreichten die Betriebsräte Holger Böhm und Freddy Schütt sowie der DHV-Geschäftsführer Friedhelm Dömges (v.r.n.l.) den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Labellostifte und informierten über die Aufkündigung der Tarifpartnerschaft mit der DHV durch die Geschäftsleitung. Die Kündigung war u.a. mit der Begründung erfolgt, dass die Integration der ehemaligen Werkvertragsmitarbeiter/innen in den Vion/Moksel-Konzern ein konzerneinheitliches Vorgehen erfordert. Unsere Befürchtung: Die Geschäftsleitung will den Vorwand eines konzerneinheitlichen Vorgehens nutzen, um die Lohn- und Arbeitsbedingungen zu drücken! Das ist mit uns nicht zu machen! Dem Vorhaben stehen die Bedingungen des gekündigten DHV-Tarifvertrages, der seit Anfang 2021 in der Nachwirkung für alle bis zum 31.12.2020 eingetretenen DHV-Mitglieder ist, entgegen.

Die Aktion fand unter den Beschäftigten große Aufmerksamkeit. Die DHV wird mit weiteren Aktionen den Druck auf die Geschäftsleitung aufrecht erhalten.

Die Aktion fand auch ein mediales Echo. Der Link zum Artikel der Allgäuer Zeitung: https://www.allgaeuer-zeitung.de/allgaeu/buchloe/gleiche-arbeit-gleicher-lohn-gleiche-chancen-aktion-zum-weltfrauentag-in-buchloe_arid-274384 

 

Erfolgreicher Haustarifabschluss beim DRK-KV-Östliche Altmark e.V.

Nach harten und intensiven Verhandlungsgesprächen zwischen der DHV-Tarifkommission und den Vertretern des DRK Kreisverbandes Östliche Altmark e. V. wurden ab dem Beginn des Jahres 2021 eine sehr deutliche Entgeltsteigerung in allen Entgeltgruppen und Stufen verhandelt. Des Weiteren konnte sich die Akteure auf eine Steigerung der Weihnachtsgratifikation in 2 Stufen von 65 auf 75 Prozent einigen. Die Verhandlungen für das Jahr 2022 werden schon im ersten Quartal 2021 wiederaufgenommen, dies wurde in einer Verhandlungsverpflichtung zum Mantel- und Entgelttarifvertrag erklärt. Da die Auswirkungen dieser neuen Struktur individuell unterschiedlich sind, ist eine pauschale Aussage über die prozentuale Höhe der Steigerungen nicht möglich. Die Vorstellung der neuen Entgelttabellen erfolgt in den nächsten Betriebsversammlungen / Abteilungsversammlungen und gern auch in persönlichen sowie telefonischen Gesprächen mit den Beschäftigten. Weiterhin wurden folgende Verbesserungen und Veränderungen für den Bezirkstarifvertrag DRK Kreisverbandes Östliche Altmark e. V. vereinbart:

  • Lohnsteigerung im Durchschnitt über alle Lohngruppen ca. 4.0 Prozent; Verwaltung Durchschnitt ca. 3,02 Prozent
  • Steigerung der Weihnachtsgratifikation von 65 auf 70 Prozent! ab März 2021 voraussichtlich auf 75 Prozent!
  • Beitragsrückerstattung für DHV Mitglieder 2021 auf 80 Prozent
  • Bei Neueinstellung ab den 01.01.2021 erhält ein Mitarbeiter in der BP 1 eine Sonderzahlung in Höhe von 195 Euro pro Monat
  • Steigerung der Ausbildungsvergütungen um 11,48 Prozent
  • Erhöhung der Nachtzuschläge von 20:00 bis 06:00 Uhr auf 2 € pauschal pro geleisteter Nachtstunde
  • Weitere Verhandlungen wurden auf das erste Quartal 2021 vertagt (30.03.2021).
  • 4 neue Funktionszulagen in Höhe von 480 Euro bis 600 Euro Jährlich

Durch den neuen Tarifvertrag verbessern sich die Bedingungen der Beschäftigten spürbar. Danke an alle engagierten Mitglieder, die durch ihre tatkräftige Unterstützung dieses Ergebnis möglich gemacht haben.

Kunzler Fleischwaren: Abschluss neuer Lohn- und Gehaltstarifvertrag

Der bereits angekündigte Neuabschluss des Lohn- und Gehaltstarifvertrages für die Angestellten der Kunzler Fleischwaren GmbH & Co. KG sowie für die Neu Handels KG ist erfolgt. Alle in Aussicht gestellten Verbesserungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind dabei umgesetzt worden. Hier noch einmal die wichtigsten Daten:

  •     eine Lohnerhöhung für alle Tarifgruppen um 2,0 % zum 01.07.2021
  •     eine weitere Lohnerhöhung für alle TGs um 1,0 % zum 01.01.2022  
  •    1.000 € Ausbildungsvergütung für Auszubildende ab dem 01.08.2021

Neben diesen allgemeinen Verbesserungen für alle Betriebsangehörigen, wurden auch spezielle Anpassungen für einzelne Berufsgruppen vorgenommen. So haben die Bäckereifachverkäufer und Bäckereifachverkäuferinnen eigene Lohngruppen im Tarifwerk erhalten, um Ihr Berufsfeld hier korrekt abzubilden. Solche Maßnahmen sind Ausdruck der Bemühungen der Tarifparteien die Arbeitswelt von heute richtig in den jeweiligen Tarifverträgen abzubilden und ein Beispiel unter vielen für die Wichtigkeit der aktiven Zusammenarbeit von Gewerkschaften und Arbeitgebern.

Für die unteren Lohngruppen ist bereits am 01.01.2021 über die gesetzliche Anpassung des Mindestlohns eine Änderung erfolgt. Aufgrund der Vereinbarung über den Leistungslohn, der fester Bestandteil der Vergütung in der Produktion ist, liegt das Gehaltsniveau hier deutlich über dem des gesetzlichen Mindestlohns. Wenn sich nun am tatsächlichen netto-Monatslohn für die Arbeitnehmer nichts ändert, so erhalten Sie doch durch die Überführung von Anteilen des Leistungs- in den Grundlohn eine erhöhte Sicherheit hinsichtlich Ihrer Vergütung. Zusätzlich wurde über den Abschluss einer weiteren Betriebsvereinbarung die Erhöhung der Umkleidepauschale ab dem 01.07.2021 vereinbart. Mitarbeiter, die Hygienekleidung tragen müssen und mehr als 50 % der Jahresarbeitszeit leisten, erhalten monatlich 21,00 € zusätzlich und Mitarbeiter, die weniger als die Hälfte der Jahres- Arbeitszeit erbringen 10,50 €.

Median Kliniken Bad Kösen und Bad Salzdetfurth: Und täglich grüßt das Murmeltier! Tarifverhandlungen von der Arbeitgeberseite abgebrochen!

Von Anfang an gestalteten sich die Verhandlungen nicht nur aufgrund von Corona-Einschränkungen und der mangelnden Einigungsbereitschaft der Arbeitgeberseite schwierig. Von unserer Tarifkommission wurden Zugeständnisse gefordert, die in der Gesamtheit für alle Altbeschäftigten eine wesentliche Verschlechterung bedeutet hätten. Wir sind angetreten, um für alle Beschäftigten einheitliche Arbeitsbedingungen zu verhandeln. Wir haben Zugeständnisse gemacht, aber bereits im September letzten Jahres klargestellt, dass es eine
Verschlechterung für langjährig Beschäftigte in allen Bereichen mit uns nicht geben wird. In einigen Bereichen hätten wir sogar auf eine Besitzstandsklausel verzichtet. Über diesen Punkt schien dann auch Einigkeit zu bestehen.

Jetzt hat die Arbeitgeberseite die Verhandlungen zum Manteltarifvertrag ohne weitere Gespräche abgebrochen nachdem sie angeblich von der Forderung nach Bestandsschutz völlig überrascht wurde.

In 17 Punkten sollten die langjährig Beschäftigten Verschlechterungen hinnehmen, nur die Regelung der vermögenswirksamen Leistungen hätte einen kleinen Vorteil bedeutet. Einheitliche Regelungen für alle Beschäftigten? Wir sind dabei! Aber diese können nicht nur kostensparend und vorteilhaft für den Arbeitgeber sein. Wo bleibt die Wertschätzung für die Mitarbeiter? Corona-Sonderzahlung – Fehlanzeige! Weihnachtsgeld – Fehlanzeige! Erholungsbeihilfe – Fehlanzeige! 38-Stunden-Woche für alle – Fehlanzeige! Diese Reihe lässt sich noch fortführen!

Verhandlungsbereitschaft sieht anders aus! Wertschätzung sieht anders aus!

Offensichtlich glaubt die Arbeitgeberseite, es wären Verhandlungen, wenn sie uns diktiert, was gemacht wird, worüber geredet wird und wie das Ergebnis auszusehen hat. Das ist nicht unsere Auffassung von Verhandlungen. Diese Situation hatten wir bereits 2017! Auch damals hat die Arbeitgeberseite hingeschmissen.

Wir werden nicht wieder jahrelang warten! Wir bleiben dran – notfalls auch mit Druck – für Euch und mit Euch! Unterstützt uns jetzt! Gemeinsam schaffen wir das!

Median Kliniken Bad Kösen und Bad Salzdetfurth: Und täglich grüßt das Murmeltier! Tarifverhandlungen von der Arbeitgeberseite abgebrochen!

Von Anfang an gestalteten sich die Verhandlungen nicht nur aufgrund von Corona-Einschränkungen und der mangelnden Einigungsbereitschaft der Arbeitgeberseite schwierig. Von unserer Tarifkommission wurden Zugeständnisse gefordert, die in der Gesamtheit für alle Altbeschäftigten eine wesentliche Verschlechterung bedeutet hätten. Wir sind angetreten, um für alle Beschäftigten einheitliche Arbeitsbedingungen zu verhandeln. Wir haben Zugeständnisse gemacht, aber bereits im September letzten Jahres klargestellt, dass es eine
Verschlechterung für langjährig Beschäftigte in allen Bereichen mit uns nicht geben wird. In einigen Bereichen hätten wir sogar auf eine Besitzstandsklausel verzichtet. Über diesen Punkt schien dann auch Einigkeit zu bestehen.

Jetzt hat die Arbeitgeberseite die Verhandlungen zum Manteltarifvertrag ohne weitere Gespräche abgebrochen nachdem sie angeblich von der Forderung nach Bestandsschutz völlig überrascht wurde.

In 17 Punkten sollten die langjährig Beschäftigten Verschlechterungen hinnehmen, nur die Regelung der vermögenswirksamen Leistungen hätte einen kleinen Vorteil bedeutet. Einheitliche Regelungen für alle Beschäftigten? Wir sind dabei! Aber diese können nicht nur kostensparend und vorteilhaft für den Arbeitgeber sein. Wo bleibt die Wertschätzung für die Mitarbeiter? Corona-Sonderzahlung – Fehlanzeige! Weihnachtsgeld – Fehlanzeige! Erholungsbeihilfe – Fehlanzeige! 38-Stunden-Woche für alle – Fehlanzeige! Diese Reihe lässt sich noch fortführen!

Verhandlungsbereitschaft sieht anders aus! Wertschätzung sieht anders aus!

Offensichtlich glaubt die Arbeitgeberseite, es wären Verhandlungen, wenn sie uns diktiert, was gemacht wird, worüber geredet wird und wie das Ergebnis auszusehen hat. Das ist nicht unsere Auffassung von Verhandlungen. Diese Situation hatten wir bereits 2017! Auch damals hat die Arbeitgeberseite hingeschmissen.

Wir werden nicht wieder jahrelang warten! Wir bleiben dran – notfalls auch mit Druck – für Euch und mit Euch! Unterstützt uns jetzt! Gemeinsam schaffen wir das!