Confédération française des travailleurs chrétiens (CFTC) – Die christliche Gewerkschaft in Frankreich

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

die Confédération française des travailleurs chrétiens (CFTC) ist die christliche Gewerkschaft in Frankreich. Sie gehört dort mit rund 150.000 Mitgliedern zu den fünf führenden Gewerkschaften des Landes. 

Die CFTC wurde 1919 durch den Zusammenschluss von 321 kleinen christlichen Gewerkschaften gegründet. 1964 spalten sich rund 90 % ihrer Mitglieder ab um eine säkulare Gewerkschaft zu gründen. 10 % blieben idealistisch beim christlich-reformistischen Weg und schafften über Jahrzehnte den Wiederaufstieg. 

In der Orgamatrix ist die CFTC vergleichbar zur DHV in Fachgruppen und Regionalverbände gegliedert.

Als christlich-reformistische Gewerkschaft zeichnet sich die CFTC durch ein konstruktives Selbstverständnis aus. Sie orientiert sich an der christlichen Soziallehre mit den zentralen Prinzipien, Solidarität, Freiheit, Subsidarität. Als reformistische Gewerkschaft setzt sie auf Kooperation, Sozialpartnerschaft und Reformen im Gegensatz zum Klassenkampf der sozialistischen Gewerkschaftsbewegung. 

Aktuell strebt die CFTC sogar eine Verfassungsänderung in Frankreich an, die reformistischen Prozessen den Vorrang vor dem Arbeitskampf gibt. 

Für mich persönlich war und ist die CFTC Vorbild und Leitbild für meine Arbeit in der DHV und die christlich-reformistische Gewerkschaftsbewegung meine Heimat.

Ich persönlich war auch 6 Jahre in einer anderen Gewerkschaft, die perfekt war in der Entwicklung ihrer Orgamatrix, der Finanzen und der Satzungsthemen, Dinge die ich gerne von dort mitgenommen habe. Trotzdem war ich froh in die DHV zurückkehren die mir eine christlich-reformistische Heimat bot. 

In den nächsten 4 Jahren wird mein Landesverband in Bayern dieses christlich-reformistische Heimat ausbauen und in den Bundesverband der DHV einbringen. 

Mit herzlichen Grüßen 

Johann Lindmeier 
DHV Landesvorsitzender Bayern 

 

Zwischen Klassenkampf und Sozialpartnerschaft: Eine christlich-gewerkschaftliche Antwort auf die Mairede des DGB NRW

Die Mairede des DGB-Landesvorsitzenden Thorben Albrecht war kämpferisch, emotional und geprägt von klaren politischen Botschaften. Viele seiner Anliegen verdienen Zustimmung wie der Schutz von Arbeitnehmerrechten, die Sicherung industrieller Arbeitsplätze, Investitionen in Bildung, bezahlbares Leben und eine soziale Absicherung in Krisenzeiten.

Und doch offenbart die Rede ein grundlegendes Problem moderner DGB-Rhetorik. Sie bleibt in einem alten Denken von gesellschaftlichen Lagern und Gegensätzen gefangen. Arbeitgeber hier, Arbeitnehmer dort. Unternehmen gegen Beschäftigte. Reiche gegen die Gesellschaft. Politik gegen Gewerkschaften.

Aus Sicht christlicher Gewerkschaften greift dieses Weltbild zu kurz.

Die Soziale Marktwirtschaft lebt von Partnerschaft – nicht von Polarisierung

Die christliche Soziallehre betrachtet Arbeit nicht als Instrument des Klassenkampfes, sondern als Teil der Würde des Menschen und als Beitrag zum Gemeinwohl. Arbeitnehmer und Arbeitgeber stehen nicht in einem natürlichen Feindschaftsverhältnis. Beide tragen Verantwortung für den wirtschaftlichen und sozialen Erfolg unseres Landes.

Gerade Nordrhein-Westfalen war jahrzehntelang stark, weil Sozialpartnerschaft funktionierte:

  • starke Industrie,
  • starke Tarifpartner,
  • Mitbestimmung,
  • wirtschaftliche Vernunft,
  • soziale Verantwortung.

Die Rede Albrechts dagegen arbeitet vielfach mit moralischer Zuspitzung. Unternehmen erscheinen primär als profitorientierte Akteure, Aktionäre als gesellschaftliches Problem, Vermögende als Ursache sozialer Missstände.

Doch eine moderne Volkswirtschaft funktioniert nicht ohne Investitionen, unternehmerisches Risiko und wirtschaftlichen Erfolg. Gewinne sind nicht automatisch unmoralisch. Sie finanzieren Innovation, Forschung, Arbeitsplätze und Altersvorsorge.

Nicht Gewinnstreben an sich ist das Problem, sondern Verantwortungslosigkeit.

Der Sozialstaat braucht wirtschaftliche Stärke

Richtig ist: Viele Menschen erleben Verunsicherung. Preise steigen, Wohnraum fehlt, Kommunen sind überlastet, Infrastruktur verfällt. Viele Beschäftigte fühlen sich unter Druck.

Aber die Antwort kann nicht allein mehr Staat, mehr Umverteilung und mehr Regulierung sein.

Denn der Sozialstaat lebt von einer leistungsfähigen Wirtschaft. Wer soziale Sicherheit erhalten will, muss auch über Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität und Wachstum sprechen.

Genau hier bleibt die Rede auffällig einseitig.

Kaum erwähnt werden:

  • hohe Energiepreise,
  • Bürokratie,
  • Fachkräftemangel,
  • sinkende Produktivität,
  • demografischer Wandel,
  • internationale Konkurrenz,
  • Investitionshemmnisse.

Deutschland hat nicht nur ein Verteilungsproblem. Deutschland hat zunehmend ein Struktur- und Leistungsproblem.

Darüber muss ehrlich gesprochen werden.

Arbeitszeitdebatten brauchen Realitätssinn

Der Satz „8 Stunden Arbeit am Tag sind genug“ mag auf einer Kundgebung Beifall bringen. Aber die Arbeitswelt des Jahres 2026 ist komplexer als die des Industriezeitalters.

Viele Beschäftigte wünschen heute:

  • flexible Arbeitszeiten,
  • Homeoffice,
  • individuelle Lebensarbeitszeitmodelle,
  • mehr Eigenverantwortung.

Natürlich darf Flexibilität nicht zur Ausbeutung führen. Der Schutz der Gesundheit bleibt zentral. Doch starre ideologische Abwehrhaltungen helfen weder Arbeitnehmern noch Unternehmen.

Eine christliche Gewerkschaft würde deshalb nicht reflexhaft jede Veränderung ablehnen, sondern fragen:
Wie schaffen wir humane und zukunftsfähige Arbeitsbedingungen?

Soziale Gerechtigkeit braucht auch Generationengerechtigkeit

Albrecht verteidigt entschieden Renten-, Sozial- und Krankenversicherungssysteme. Das ist legitim und notwendig. Doch die entscheidende Frage bleibt unbeantwortet:
Wie finanzieren wir diese Systeme dauerhaft?

Die geburtenstarken Jahrgänge gehen in Rente. Immer weniger Beitragszahler müssen immer mehr Leistungen finanzieren.

Eine verantwortungsvolle Sozialpolitik braucht deshalb:

  • solide Finanzen,
  • wirtschaftliches Wachstum,
  • mehr Beschäftigung,
  • bessere Qualifikation,
  • höhere Produktivität.

Die christliche Sozialethik verbindet Solidarität immer auch mit Verantwortung und Nachhaltigkeit. Wer nur verteilt, ohne neue wirtschaftliche Stärke zu schaffen, gefährdet langfristig genau den Sozialstaat, den er retten will.

Migration: Humanität braucht Ordnung

Richtig ist auch: Menschen mit Migrationsgeschichte gehören zu unseren Betrieben, unseren Städten und unserem Land. Viele leisten täglich wertvolle Arbeit.

Doch die Rede blendet die realen Herausforderungen von Integration weitgehend aus:

  • überforderte Kommunen,
  • Bildungsprobleme,
  • Wohnraummangel,
  • Integrationsdefizite,
  • Belastungen sozialer Systeme.

Christliche Sozialethik bedeutet:
Humanität UND Ordnung.
Solidarität UND Verantwortung.

Weder pauschale Ausgrenzung noch naive Verharmlosung helfen weiter.

Gewerkschaften dürfen nicht parteipolitisch verengt werden

Besonders problematisch ist die zunehmende politische Einseitigkeit vieler DGB-Reden. Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer unterschiedlichster politischer Überzeugungen.

Wer Gewerkschaften zu stark in ein parteipolitisch linkes Lager führt, riskiert, viele Beschäftigte innerlich zu verlieren.

Christliche Gewerkschaften waren historisch oft erfolgreicher darin, Brücken zu bauen:

  • zwischen Arbeit und Wirtschaft,
  • zwischen sozialer Sicherheit und Eigenverantwortung,
  • zwischen Tradition und Modernisierung.

Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung braucht Deutschland weniger ideologische Zuspitzung und mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Zukunft liegt in der sozialen Marktwirtschaft – nicht im alten Lagerdenken

Die großen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich weder mit neoliberalen Marktphantasien noch mit staatlichem Verteilungsdenken lösen.

Deutschland braucht:

  • eine starke Industrie,
  • innovative Unternehmen,
  • gute Arbeitsplätze,
  • soziale Sicherheit,
  • stabile Familien,
  • leistungsfähige Bildung,
  • generationengerechte Finanzen,
  • funktionierende Infrastruktur.

Dafür braucht es nicht Klassenkampf, sondern Verantwortungspartnerschaft.

Die christliche Soziallehre bietet dafür weiterhin einen überzeugenden Kompass:

  • Solidarität,
  • Subsidiarität,
  • Gemeinwohl,
  • Verantwortung,
  • Maß und Mitte.

Gerade in Krisenzeiten sollte das unser Weg sein. Nicht die Spaltung der Gesellschaft in Gegner und Schuldige, sondern die gemeinsame Verantwortung für Arbeit, Wohlstand und sozialen Frieden.

Grußwort zum 1.5.2026

Liebe Kollegen und Kolleginnen, 

mein Grußwort zum ersten Mai hat mittlerweile Tradition. In diesen Jahr ist es politisch überschattet von den Vorschlägen zur Abschaffung des Ehegattensplitting und der beitragsfreien Mitversicherung für Ehepartner. 

Es wird niemand überraschen das wir diese Maßnahmen als christliche Gewerkschaft ablehnen. Die Arbeitnehmer und der Mittelstand sind mittlerweile viel zu hoch belastet in unserer Gesellschaft, hier sind Entlastungen notwendig und nicht weitere Belastungen. 

Bei meinen politischen Terminen im Mai werde ich das auch entsprechend thematisiern. Auf dem Maiempfang der Landeshauptstadt München wird uns meine Stellvertreterin Sarah Vogl vertreten. 

Für das erste Halbjahr 2026 plane ich noch einen Gedankenaustausch mit dem CGB Landesvorsitzenden in Bayern und einen Besuch des CGB Büros in Regensburg. 

Im Juli führen mich dann meine Termine nach Nürnberg, aber darüber und über die Klausur meines Landesvorstandes im Allgäu werde ich dann gesondert berichten. 

Jetzt wünsche ich uns allen trotz der schwierigen Weltlage einen guten 1.5.2026. 

Mit herzlichen Grüßen 

Johann Lindmeier 

DHV Landesvorsitzender Bayern

Landesverbandstag 2026

Liebe Kollegen und Kolleginnen, 

hinter uns liegt ein sehr bayerischer und spannender Landesverbandstag. 

Wir haben gemeinsam über die Arbeit und die Entwicklungen der letzten vier Jahre reflektiert:

  • die Klausuren/Sitzungen des Landesvorstandes,
  • den Transformationsprozess unser Landesgeschäftsstelle,
  • die 130 Jahrfeier der DHV in 2023,
  • der aktuelle Stand im DHV-Tariffähigkeitsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR),
  • die Entwicklungen im CGB Bayern,
  • die Zukunft unserer DHV.

Geehrt für ihr jahrzehntelanges Engagement für den Landesverband wurde Ingrid Prager, die aus dem DHV-Aufsichtsrat ausgeschieden ist. Sie wird als Ehrenvorsitzende des Landesverbands ihre Erfahrungen weiter in die DHV-Arbeit einbringen. 

Willy Kaiser, der 1966 in die DHV eintrat, wurde für sein 60-jähriges Jubiläum geehrt.

Alle Wahlergebnisse vielen einstimmig aus:

  • Landesvorsitzender: Johann Lindmeier
  • Stellvertretende.Landesvorsitzende: Sarah Vogl
  • Mitglied im Aufsichtsrat: Michael Staab
  • Ehrenvorsitzende: Ingrid Prager 
  • 1.Beisitzer und Mitgliederbeauftragter für Südbayern: Thomas Kadner 
  • 2.Beisitzer und Mitgliederbeauftragter für Nordbayern Michael Staab. 

Auf dem im November stattfindenden Bundesgewerkschaftstag werden Ingrid Prager, Sarah Vogl, Johann Lindmeier und Michael Staab den Landesverband vertreten. 

Im Landesvorstand arbeiten Berufstätige und Senioren, kaufmännische Angestellte, freigestellte Betriebs- und Aufsichtsräte. Vertreten sind die bayerischen Regionen Oberbayern, Niederbayern, Franken und Schwaben; von den Branchen sind es Versicherungen, Industrieangestellte, Einzelhandel und kaufmännische Angestellte. 

In Summe ist der neue Landesvorstand sehr ausgewogen vertreten – auch, was die Verteilung der Geschlechter betrifft. 

Unsere nächsten Stationen werden eine Klausur im Allgäu vor dem Bundesgewerkschaftstag und eine Sitzung des Landesvorstandes nach dem Bundesgewerkschaftstag sein.

Persönlich bin ich sehr dankbar für das Vertrauen, das man meinen Landesvorstand und mir entgegengebracht hat. 

Herzliche Grüße 

Johann Lindmeier 

Bericht zum 15. Ordentlichen Landesverbandstag des Landesverbands Baden-Württemberg

Der 15. Ordentliche Landesverbandstag des Landesverbands Baden-Württemberg fand am 28. Februar 2026 im Landgasthof Rössle in Elzach-Oberprechtal statt.

Der Landesvorsitzende Marc Endlich begrüßte die anwesenden Mitglieder und Gäste und eröffnete die Veranstaltung.

Im Anschluss richtete der Bundesvorsitzende Henning Röders ein Grußwort an die Versammlung. In seinem Vortrag ging er insbesondere auf die aktuelle Situation im Zusammenhang mit der Aberkennung der Tariffähigkeit ein. Er erläuterte, dass derzeit weiterhin das Abwarten der gerichtlichen Entscheidungen geboten sei und verwies auf die bereits versandte Rundmail zu diesem Thema. Gleichzeitig hob er hervor, dass die Gewerkschaft unabhängig von der Tariffähigkeit weiterhin engagierte und erfolgreiche Arbeit in den Bereichen Rechtsschutz, Beratung und Schulungen leiste. Außerdem informierte er darüber, dass er seit Oktober 2025 das Amt des Bundesvorsitzenden des CGB innehat.

Ein weiterer Programmpunkt war die Ehrung langjähriger Mitglieder aus den Jahren 2024/2025/2026. Insgesamt wurden 69 Jubilare, von denen viele die Ehrung persönlich entgegennehmen konnten, für ihre langjährige Mitgliedschaft für 25, 50, 60 sowie 70 Jahre ausgezeichnet. Anschließend richtete der ehemalige Landesvorsitzende Hans Hebeisen als einer der Geehrten ein Grußwort an die Versammlung.

Im Mittelpunkt der Antragsberatung stand der Antrag des Landesverbands an den Bundesgewerkschaftstag, für ausgelernte Auszubildende eine gestaffelte Beitragsregelung einzuführen. Der Antrag wurde mit zwei Enthaltungen und ohne Gegenstimmen angenommen. In der anschließenden Diskussion wurde zudem über die bestehende Beitragsobergrenze beraten. Der stellvertretende Landesvorsitzende Martin Reck sprach sich angesichts der gestiegenen Preis- und Lohnentwicklung für eine Überprüfung der Obergrenze aus. Henning Röders verwies darauf, dass eine mögliche Anpassung zunächst in den zuständigen Bundesgremien beraten werden müsse. Hans Hebeisen regte an, künftig ein dynamisches Beitragssystem nach dem Vorbild anderer Gewerkschaften zu prüfen. Marc Endlich ergänzte hierzu Hinweise auf die Beitragsstruktur der DHV.

Ein weiterer Antrag betraf die Wahl von Hans Hebeisen zum Ehrenvorsitzenden des Landesverbands Baden-Württemberg. Die Versammlung stimmte dem Antrag einstimmig, bei einer Enthaltung des zu Wählenden zu.

Im Bericht des Landesvorsitzenden informierte Marc Endlich über die zurückliegenden Landesverbandstage, das letzte Wahlergebnis sowie über die seit 2021 durchgeführten Schulungsmaßnahmen. Im Anschluss erfolgte die Aussprache. Der Landesvorstand wurde anschließend einstimmig ohne Enthaltungen entlastet.

Bei den anschließenden Wahlen beschloss die Versammlung zunächst einstimmig, den Landesvorstand en bloc zu wählen. Der vorgeschlagene Landesvorstand mit Marc Endlich, Martin Reck, Sabrina Mazurek, Rolf Huber-Frey, Roderich Vogelmann, Matthias Baur, Reiner Wiggenhauser wurde einstimmig gewählt. Zu den Rechnungsprüfern des Landesverbandes wurden Hans Hebeisen und Fritz Lehmann gewählt. Als Mitglied für den DHV Aufsichtsrat wurde Christoph Seeger anschließend ebenfalls einstimmig ohne Enthaltungen gewählt. Ebenso wurden die Delegierten für den Bundesgewerkschaftstag einstimmig bestätigt.

Mit einem Schlusswort des alten wie neuen Landesvorsitzenden Marc Endlich endete der 15. Ordentliche Landesverbandstag. Die Veranstaltung war geprägt von einer konstruktiven Atmosphäre, wichtigen inhaltlichen Diskussionen sowie einstimmigen Entscheidungen bei den Wahlen und den wesentlichen Beschlüssen.

Landesverbandstag am 14.03.2026 in München

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

im Mai 2022 fand unser letzter Landesverbandstag statt. Wenn wir uns am 14.03.26 zum Landesverbandstag in München treffen liegen vier bewegte Jahre hinter uns. Wir haben in der zu Ende gehenden Amtsperiode den Fokus verstärkt auf die ehrenamtliche Gestaltung der Landesverbandsarbeit gelegt gehabt. Mit dieser Ausrichtung wird auch der neue Landesvorstand die Arbeit in der neuen Amtsperiode angehen. Darüber hinaus betrachtet bin ich aber zuversichtlich, dass wir den Landesverband Bayern mit einer guten Perspektive weiterentwickeln werden.

Für uns überraschend war der Wechsel in der Führung des CGB Bayern, dem langjährigen Vorsitzenden Josef Nikl von der GöD sagen wir herzlich Danke für die vielen guten Jahre in der Position. Dem Kollegen Gerhard Kastner von der CGM wünschen wir alles Gute als neuer CGB Landesvorsitzender und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit in der Zukunft. 

Nicht überraschend war die Wahl unseres DHV Mitgliedes Ingrid Prager zur stellvertretenden CGB Landesvorsitzenden in Bayern. Zu Ihrer Wahl möchte wir Ingrid Prager herzlich beglückwünschen.

Im Bundesverband stellen wir ja mit Henning Röders den Bundesvorsitzenden des CGB. 

Über die Entwicklung des CGB in Bayern und unsere Rolle darin werde ich auf Landesverbandtag mehr sagen. 

Wie gewohnt werden wir auf dem Landesverbandstag den Landesvorstand und die Delegierten für den Bundesgewerkschaftstag wählen. 

Welche Rolle der bayerische Landesverband im aktuellen Transformationsprozess der DHV von der Kaufmannsgewerkschaft hin zur christlichen Gewerkschaft Dienstleistungen spielt werde ich auf dem Landesverbandstag auch näher erläutern. 

Ich freue mich auf den kommenden Landesverbandstag, und ich hoffe auf eine rege Teilnahme.

Mit kollegialen Grüßen 

Johann Lindmeier 

CGB WARNT CDU VOR VEREINNAHMUNG DURCH WIRTSCHAFTSLOBBY WIRTSCHAFTSRAT IST KEINE TEILORGANISATION DER CDU

Mit großer Sorge betrachtet der CGB die zunehmenden Versuche der Wirtschaft, die CDU für ihre Interessen zu instrumentalisieren. War es in der letzten Woche die Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU, die mit ihrem Parteitagsantrag „Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit“ geltendes Arbeitsrecht infrage stellte, hat nun der CDU-Wirtschaftsrat mit einer „Agenda für Arbeitnehmer“ nachgesetzt, in dem u.a. die Abschaffung der Mütterrente und die Streichung der Zahnarztbehandlung aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gefordert wird.

Peter Rudolph, Vorsitzender des CGB-Landesverbandes Bremen und stellvertreten­der Bundesvorsitzender der CDA/CGB-Bundesarbeitsgemeinschaft: „Nach dem die FDP nicht mehr im Bundestag vertreten ist und ihre Rolle als politische Arbeitgeberlobby nicht mehr wahrnehmen kann, versucht die Wirtschaft verstärkt, ihre Interessen über die CDU durchzusetzen. Wenn die CDU als Volkspartei und Vertreterin der Sozialen Marktwirtschaft glaubwürdig bleiben will, darf sie sich nicht zum Anwalt von Verfechtern eines Manchester-Kapitalismus machen lassen. Die Rezession ist nicht von der Arbeitnehmerschaft zu verantworten und hat ihre Ursachen nicht in Krankfeiern und fehlender Arbeitsbereitschaft von Beschäftigten. Der CGB erwartet, dass die notwendige Sozialstaatsdebatte sachlich und faktenbasiert geführt wird. Dies muss auch die CDU-Führung gewährleisten. Dazu gehört, dass sie deutlich macht, dass der CDU-Wirtschaftsrat keine Teilorganisation der CDU ist und nicht für die CDU spricht. Deshalb sollte dem Wirtschaftsrat auch untersagt werden, weiterhin die Bezeichnung CDU im Namen zu führen.

Der CGB verwahrt sich darüber hinaus dagegen, dass sich der Wirtschaftsrat erdreistet, seinen Forderungskatalog zum Sozialabbau auch noch als „Agenda für Arbeitnehmer“ zu bezeichnen.

 

 

 

 

 

 

 

CGB befürchtet parteipolitische Einflussnahme auf die Betriebsratswahlen im Superwahljahr 2026

Zwischen dem 1.März und dem 31.Mai finden in Deutschland turnusmäßig die nächsten Betriebsratswahlen statt. Bei diesen Wahlen geht es um die Vergabe von ca. 180.000 Mandaten in betrieblichen Interessenvertretungen. Der CGB befürchtet stärkere Einflussnahme politischer Parteien auf die Betriebsratswahl, insbesondere auch von der vom Bundesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuften AfD – Alternative für Deutschland. Vor dem Hintergrund der in diesem Jahr anstehenden fünf Landtagswahlen und Kommunalwahlen in Bayern, Hessen und Niedersachsen steht zu befürchten, dass gerade die AfD versuchen wird, sich über Mandate in Betriebsräten als Interessenvertretung der Arbeiterschaft darzustellen und Stimmung zu machen gegen die Regierenden und deren Parteien. 

Angesichts anhaltender Rezession, Massenabbau von Industriearbeitsplätzen und drohendem Sozialabbau wächst bei vielen Menschen die Zukunftsangst und sie werden empfänglicher für die Parolen extremistischer Stimmenfänger, die schnelle Lösungen versprechen, die in einer komplexen und komplizierten globalen Welt jedoch nicht existieren. Das gilt selbstverständlich auch bei den kommenden Betriebsratswahlen, bei denen sich die AfD gerne der Unterstützung des, im Jahr 2009 im Stammwerk der ehemaligen Daimler AG gegründeten und ihr nahestehenden, Vereins „Zentrum“ bedient, der sich selbst als „Die alternative Gewerkschaft“ bezeichnet. Eine sogenannte Alternative, die ebenso wenig wie alle anderen weder den Arbeitsplatzabbau verhindern, noch irgendwelche Lösungen anbieten konnte.

Wir als CGB sehen in der innerbetrieblichen Demokratie durch die Betriebsräte die konsequente Anwendung unserer demokratischen und verfassungsmäßigen Grundsätze auf der innerbetrieblichen Ebene. Diese Werte müssen wir aktiv schützen, um unsere Demokratie zu verteidigen und zu erhalten. Problematisch kann bei den Betriebsratswahlen werden, wenn verfassungsfeindliches Gedankengut unabhängig von welchem politischen Rand in die Betriebsratsstrukturen eindringt und die betriebliche Demokratie erodiert. Das Betriebsverfassungsgesetz macht dies leicht, da eine Betriebsratskandidatur weder eine Gewerkschaftszugehörigkeit voraussetzt noch eine Parteimitgliedschaft offenbart werden muss. Wer etwa auf einer Gewerkschaftsliste keine Berücksichtigung findet, kann ohne großen Aufwand auf einer eigenen Liste kandidieren. Zwar bedarf es zur Kandidatur einer Anzahl von Stützunterschriften, die Quote ist aber mit grundsätzlich einem zwanzigstel der wahlberechtigten Beschäftigten (5 Prozent) und maximal 50 Beschäftigten abhängig von der Betriebsgröße eine eher niedrige Hürde.

Wir als CGB stehen gemeinsam mit allen demokratischen Kräften für den Erhalt unserer freiheitlichen Demokratischen Grundordnung und werden auch bei den Betriebsratswahlen dafür eintreten, dass unsere Demokratie erhalten bleibt.

Der CGB ruft im Sinne unserer Demokratie alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf, ihre betrieblichen Mitbestimmungsrechte verantwortungsvoll wahrzunehmen, sich an den Betriebsratswahlen zu beteiligen und aktiv daran mitzuarbeiten, das Feld nicht den Extremisten zu überlassen.

 

LANDESVERBANDSTAG DES DHV MITTELDEUTSCHLAND: BILDUNG, TARIFARBEIT UND BETRIEBLICHE PRÄSENZ IM FOKUS

Der Landesverbandstag des DHV Mitteldeutschland fand im Hofgut Alt-Mörbitz bei Leipzig statt. Mitglieder aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Vertreter des Landesvorstandes sowie Gäste des Hauptvorstandes des DHV – Die Berufsgewerkschaft e. V. kamen zusammen, um den Landesvorstand Mitteldeutschland zu Wählen und um Bilanz zu ziehen, aktuelle Herausforderungen zu bewerten und die strategische Ausrichtung des Landesverbandes für die kommenden Jahre festzuhalten.

Unter dem Motto „Wir machen weiter – gemeinsam stärken wir den DHV“ eröffnete der Landesvorsitzende Sebastian Gräfe die Veranstaltung. In den Berichten des Landesvorstandes und des Geschäftsführers wurde deutlich: Trotz der tiefgreifenden Einschnitte infolge des BAG-Urteils und der damit verbundenen strukturellen und mitgliederbezogenen Herausforderungen ist der DHV Mitteldeutschland handlungsfähig geblieben und hat seinen Kurs konsequent gehalten.

Stabilität in bewegten Zeiten

Die vergangenen Jahre waren geprägt von Unsicherheiten, Mitgliederverlusten und erheblichem Gegenwind. Dennoch ist es dem Landesverband gelungen, die Werte des DHV zu verteidigen, seine Handlungsfähigkeit zu sichern und neue Perspektiven zu eröffnen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Ehren- und Hauptamt, die klare strategische Ausrichtung sowie die Nähe zu den Mitgliedern erwiesen sich dabei als entscheidende Erfolgsfaktoren.

Tarifarbeit – tragende Säule der Gewerkschaftsarbeit

Die Tarifarbeit bleibt auch künftig der zentrale Kompass der Arbeit des DHV Mitteldeutschland. Der DHV verfolgt dabei bewusst einen eigenständigen Ansatz: Tarifverhandlungen werden nicht als Konfrontation verstanden, sondern als gemeinsamer Prozess zur Entwicklung nachhaltiger und verlässlicher Lösungen für Beschäftigte und Arbeitgeber.

In den vergangenen Jahren standen unter anderem Tarifverhandlungen und -überarbeitungen bei der AWO Thüringen, dem DRK Thüringen sowie weiteren DRK-Kreisverbänden im Mittelpunkt. Zahlreiche Einrichtungen arbeiteten an der Anpassung von Manteltarifverträgen und Entgeltstrukturen. Hervorzuheben ist ein herausragender Erfolg aus dem Jahr 2021: Eine Lohnerhöhung von zehn Prozent für rund 10.000 Beschäftigte sowie die Einführung einer festen Sonderzahlung in Höhe von 65 Prozent des Grundgehalts – ein Meilenstein der Tarifarbeit im Landesverband.

Ein weiterer wichtiger Schritt war die erfolgreiche Umsetzung des Anschlusses an den TVöD für AWO und DRK, der auf Forderungen aus dem Jahr 2019 zurückging und 2024 realisiert werden konnte. Die etablierten Tarifkommissionen leisteten hierbei einen entscheidenden Beitrag und ermöglichten 2025 die Überführung in neue Tarifsysteme, die den Beschäftigten langfristige Planungssicherheit bieten.

Sichtbarkeit durch Öffentlichkeitsarbeit

Neben der Tarifarbeit setzte der Landesverband verstärkt auf Öffentlichkeitsarbeit. Der DHV Mitteldeutschland war auf Berufs- und Jobmessen, beim Tag der Sachsen sowie bei betrieblichen Informationsveranstaltungen präsent. Mit klaren Positionen, sichtbaren Aktionen und direkter Ansprache wurde der DHV als verlässlicher Ansprechpartner für Beschäftigte und Betriebsräte wahrgenommen.

Betriebsratsbetreuung – Fundament der täglichen Arbeit

Die Betreuung der Betriebsräte bildet das Herzstück der Arbeit des DHV Mitteldeutschland. Unterstützt werden sowohl kleine örtliche Betriebsräte als auch große Gesamtbetriebsräte mit mehreren tausend Beschäftigten. Die Arbeit reicht von der Teilnahme an Betriebs- und Personalratssitzungen über Betriebsversammlungen bis hin zu intensiver individueller Beratung – persönlich vor Ort, telefonisch, schriftlich oder per Videokonferenz.

Ein besonderer Dank galt dem langjährigen Engagement von Manfred Werske, dessen Einsatz insbesondere an den Arbeitsgerichten in Chemnitz, Magdeburg, Erfurt und Leipzig maßgeblich zu zahlreichen Erfolgen beigetragen hat. Erzielte Vergleiche, gesicherte Arbeitsplätze und Abfindungen in erheblicher Höhe unterstreichen die Wirksamkeit dieser Arbeit.

Bildungsarbeit – stärkster Motor des Landesverbandes

Die Bildungsarbeit des DHV wird in den kommenden Jahren gezielt weiter ausgebaut und strategisch neu ausgerichtet. Der DHV plant, insbesondere in Mitteldeutschland und Bayern das Schulungsangebot sowohl für Betriebsräte als auch für Führungskräfte deutlich zu erweitern.

Inhaltlich sollen neben bewährten Grundlagen- und Aufbauseminaren verstärkt zukunftsorientierte Themen in den Mittelpunkt rücken. Dazu zählen insbesondere:

  • Künstliche Intelligenz und deren praktische Anwendung im betrieblichen Alltag
  • Psychische Gesundheit, Prävention und Resilienz am Arbeitsplatz
  • Kommunikation, Führung und Konfliktmanagement

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Bayern. Dort sollen die Ursachen hoher Krankenstände, insbesondere in den Bereichen Logistik, Metallverarbeitung, Handel und Gesundheitswesen, fundiert analysiert und praxisnah aufgearbeitet werden. Ziel ist es, Führungskräfte und Betriebsräte gleichermaßen zu befähigen, gesundheitsfördernde Strukturen zu entwickeln, Fehlzeiten zu reduzieren und nachhaltige Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Die Schulungsangebote werden praxisnah konzipiert und verbinden rechtliche Grundlagen mit anwendungsorientierten Lösungsansätzen. Damit positioniert sich der DHV auch künftig als starker Bildungspartner für eine moderne, gesunde und zukunftsfähige Arbeitswelt.

Betriebsratswahlen und Projekte

In den Jahren 2024 bis 2026 begleitet der DHV –  Landesverband Mitteldeutschland zahlreiche Betriebsrats- und JAV-Wahlen, Betriebsversammlungen , Betriebsrätekonferenzen sowie Betriebsratssitzungen unter anderem bei EDEKA/DISKA, der AWO – Thüringen sowie in verschiedenen DRK- und Handelsbetrieben.

Ausblick

Der Landesverbandstag machte deutlich, dass der DHV Mitteldeutschland auch künftig auf drei starke Säulen setzt: eine verlässliche Hilfestellung bei der Tarifarbeit in allen betreuten Branchen, eine intensive Bildungsarbeit und eine enge, persönliche Betreuung der Mitglieder und Betriebsräte. Mit dieser klaren Ausrichtung wird der DHV Mitteldeutschland die Interessen der Beschäftigten auch in Zukunft wirkungsvoll vertreten.

Zum Abschluss wünscht der DHV allen eine besinnliche Weihnachtszeit sowie Ruhe und Erholung nach einem erfolgreichen Jahr 2026

 

 

 

Wandel im Handel – DHV Mitteldeutschland zu Gast bei der jährlichen Hornbach-Betriebsrätekonferenz

Am 2. Dezember 2025 durfte die DHV Mitteldeutschland erneut an der Betriebsrätekonferenz der Hornbach Baumarkt AG teilnehmen – gemeinsam mit rund 150 Betriebsrätinnen und Betriebsräten aus ganz Deutschland. Für uns war es eine besondere Ehre und ein Moment des Stolzes, bei einem Unternehmen vertreten zu sein, das mit über 25.000 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern im Handel zählt und sich in diesem Jahr einmal mehr als Treiber eines tiefgreifenden Wandels präsentiert hat.

Digitalisierung im Handel – Chancen statt Belastung

Während viele Handelsunternehmen vor Digitalisierung und KI zurückschrecken, setzt Hornbach auf ein anderes Modell:
Technik soll entlasten, nicht zusätzlich belasten.

In der Versammlung wurden Programme vorgestellt, die Arbeitsabläufe vereinfachen, Prozesse beschleunigen und den körperlichen sowie psychischen Stress spürbar reduzieren. Aus Sicht der DHV ist das ein wichtiger Schritt, denn Digitalisierung darf nur dann „innovativer Fortschritt“ heißen, wenn sie bei den Beschäftigten ankommt.

Starke Betriebsräte sichern Mitbestimmung

Ein besonderer Dank gilt dem Gesamtbetriebsrat der Hornbach Baumarkt AG und vor allem den Vorsitzenden des GBR sowie den über 100 engagierten Betriebsrätinnen und Betriebsräten in den einzelnen Märkten, Logistikzentren und Kunden-Service-Centern. Ihr täglicher Einsatz stellt sicher, dass der technologische und strukturelle Wandel im Unternehmen nicht „von oben herab“, sondern im Sinne echter Mitbestimmung gestaltet wird.

Die enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretungen ist bei Hornbach vorbildlich – und ein deutliches Zeichen dafür, dass gelebte Sozialpartnerschaft auch in Zeiten großen Wandels möglich ist.

Mit Blick auf die BR-Wahlen 2026 wünscht die DHV allen Betriebsrätinnen und Betriebsräten viel Erfolg, eine starke Wahlbeteiligung und Rückenwind für ihre wichtige Arbeit. Wir freuen uns zugleich auf die mögliche Erweiterung um zwei zusätzliche Betriebsratsgremien in der Fläche, die die Mitbestimmung im Unternehmen weiter stärken werden. 

Großes Benefit-Paket – und weitere Verbesserungen angekündigt

Besonders positiv fiel das breite Paket an Benefits auf: Gesundheitsangebote, finanzielle Vorteile, Weiterbildungsprogramme und moderne Modelle der Arbeitszeitgestaltung sind nur einige Beispiele für das Innovative Programm bei Hornbach.
Die Unternehmensleitung kündigte zudem weitere Verbesserungen an – ein klares Bekenntnis zur Wertschätzung der Mitarbeitenden.

Ost-West-Gerechtigkeit bleibt Thema

Wie bereits in der Rede 2024 betont, ist die Angleichung der Arbeitsbedingungen zwischen Ost und West ein zentraler Punkt der DHV. Noch immer sind Belastungen im Osten höher, Strukturen schwächer und Krankenstände überdurchschnittlich.

Doch Hornbach sendet ein wichtiges Signal:
Man arbeitet an mehr Gerechtigkeit – Schritt für Schritt, aber spürbar. 

Hornbach „For Future“ – die Zukunft gemeinsam gestalten

Mit dem Zukunftskonzept „Hornbach For Future“ setzt das Unternehmen ein starkes Zeichen für Innovation, Digitalisierung, Verantwortung und echte Mitarbeiterorientierung. Ein zentraler Bestandteil dieses Ansatzes ist die aktive Beteiligung aller Beschäftigten – denn Zukunft wird bei Hornbach nicht nur geplant, sondern gemeinsam gestaltet.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Thema Künstliche Intelligenz. Das breite und komplexe Feld der KI wird im Unternehmen durch ausgewiesene Expertinnen und Experten des Tech-Teams von Hornbach verständlich und praxisnah vermittelt. In regelmäßigen Gesprächen schaffen sie Bewusstsein für Chancen und Risiken, geben Orientierung und unterstützen die Kolleginnen und Kollegen dabei, neue Technologien sicher und sinnvoll in ihren Arbeitsalltag zu integrieren.

Dieses Engagement begrüßt auch die DHV Mitteldeutschland, die zugleich auf ihre Seminarreihen zur Kommunikation, Konfliktbewältigung und zum Umgang mit neuen technologischen Entwicklungen verweist.

Das Wirken des Tech-Teams zeigt deutlich: Bei Hornbach stehen die Menschen im Mittelpunkt – und technische Innovation wird immer so gestaltet, dass sie den Beschäftigten echten Mehrwert bietet.

Im Rahmen von „Hornbach For Future“ werden zudem zahlreiche nachhaltige Maßnahmen umgesetzt. Mitarbeitende können künftig ihre Jobbikes und Elektrofahrzeuge auf Hornbach-Parkplätzen in ganz Deutschland laden – selbstverständlich zu einem attraktiven Vorteilspreis. Die Vorteilswelt für Hornbach-Mitarbeitende ist in der Branche einzigartig und stärkt die Wertschätzung gegenüber allen, die das Unternehmen täglich mitgestalten.

Mit einem breit angelegten Programm rund um erneuerbare Energien, innovativen Produkten, einem umfangreichen Sortiment sowie vielfältigen Dienstleistungen zeigt Hornbach eindrucksvoll, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und Zukunft aktiv zu leben.

Ein Blick zurück: Otmar Hornbach 1998

Bereits 1998 betonte Otmar Hornbach vor Marktmanagern:

„Wir können Märkte bauen – aber ohne Menschen bleibt alles nur Beton und Kabel. Zukunft entsteht durch Haltung.“

Diese Haltung prägt das Unternehmen bis heute – und war auf der Versammlung in jeder Phase deutlich spürbar. 

Fazit

Hornbach zeigt: Es geht auch anders: Digitalisierung mit Herz, Benefits mit Substanz, Mitbestimmung mit Wirkung – und ein klarer Wille zu fairen Bedingungen.

Für die beiden entsendeten Vertreter des DHV – Die Berufsgewerkschaft e.V. war es eine rundum gelungene Veranstaltung, bei der sie die Entwicklung erneut aktiv begleiten durften.

In aufschlussreichen Gesprächen trafen sie auf vielfältige Menschen aus den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen. Dabei wurde deutlich, dass Arbeitgeber und Beschäftigte bei Hornbach stets auf Augenhöhe agieren.

Besonders die Bildungsarbeit und regelmäßigen Schulungen, nicht zuletzt durch die Betriebsräte, stellen einen wichtigen Baustein des Hornbach-Fundaments dar, der auch 2026 – getragen von den BR- Wahlen – weiterhin maßgeblich wirken wird.

Hierbei hat die DHV in Vertretung durch Herr Gräfe / Geschäftsführer DHV –Mitteldeutschland seine Unterstützung durch fachliche Expertise und individuell zugeschnittene Seminare angeboten.

Zum Abschluss wünscht der DHV allen eine besinnliche Weihnachtszeit sowie Ruhe und Erholung nach einem erfolgreichen Jahr 2025.