WOW-Seminar: Globale Herausforderung Digitalisierung

„Ein vernetzter digitaler Binnenmarkt und Veränderung der Arbeit. Welche Auswirkungen ergeben sich für Verbraucher, Arbeitnehmer und Gewerkschaften?“ – unter diesem sperrigen Arbeitstitel fand am 09.und 10.02.2017 auf Malta ein hochinteressantes Seminar unserer internationalen gewerkschaftlichen Dachorganisation World Organisation of Workers (WOW) statt.
„Wir brauchen einen Neustart in der EU. Wir brauchen eine starke EU und starke europäische Partnerschaften.“ In unmissverständlicher Anspielung auf den Brexit, auf die drohenden Wahlerfolge der Nationalisten in den Niederlanden und in Frankreich sowie auf die Debatte um die Zukunft der Europäischen Union eröffnete Sören Fibiger Olesen, WOW-Weltverbandsvorsitzender, das Seminar. Er stellte die Kernfrage: „Welche Positionen nehmen die europäischen Gewerkschaften ein und wie sollen sie auf die Herausforderungen der digitalisierten Arbeitswelt reagieren?“

Einführungsreferate
Sonia Jeanmotte, Generaldirektorin Beschäftigung, Soziales und Integration der Europäischen Kommission, erläuterte in ihrem Referat, dass zukünftig geringqualifizierte Arbeit weniger und höherqualifizierte Arbeit stärker nachgefragt werde. Diese Entwicklung wird eine Herausforderung für die Bereiche Bildung und Weiterbildung bedeuten. Eine Untersuchung in 2013 habe aber ergeben, dass Roboter keine negativen Auswirkungen haben, aber einen leichten positiven Effekt.

Barbara Angleitner vom Institut für Höhere Studien in Österreich legte dar, dass 54 % der Tätigkeiten in der EU von der Digitalisierung der Arbeitswelt bedroht sind. Nach Ansicht von Frau Angleitner sind kritisches Denken, die Fähigkeit zur komplexen Problemlösung, Entscheidungsfreudigkeit sowie flexibles Denken die wichtigsten Anforderungen, um in einer digitalisierten Arbeitswelt bestehen zu können.
Probleme sieht Frau Angleitner bei Bildung und Qualifikation: Nur 14 % der Absolventen in der EU sind Ingenieure, 9 % haben einen Abschluss in Naturwissenschaften. Die Frauen sind in diesen Bereichen unterrepräsentiert. Die Gewerkschaften müssen nach ihrer Auffassung den Fokus darauf richten, dass Schule, Bildung und Arbeitswelt besser aufeinander abgestimmt werden. Eine weitere Herausforderung der Gewerkschaften liege in der Bewältigung der gesundheitlichen Herausforderungen infolge der verschwindenden Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben. Die Gewerkschaften müssen auch die digitalen Medien in die eigene Arbeit integrieren. Nur so können sich die Gewerkschaften den Zugang zu jungen Arbeitnehmern erschließen.

Lebhafte Diskussionen
An die beiden Referate schlossen sich eingehende Diskussionen unter den Teilnehmern. Kritisch reflektiert wurde die recht optimistische Sichtweise beider Referentinnen, dass wegfallende Tätigkeiten durch neue ersetzt werden und dass die Digitalisierung der Arbeitswelt mehr positive als negative Effekte haben werde. Die digitale Revolution lasse sich nicht mit den vorhergehenden industriellen Revolutionen vergleichen, denn es werden massenweise einfache, standardisierte Jobs wegfallen. Die Menschen, die solche Arbeiten ausführen, werden aber schwerlich die für die neuen, höherwertigen und komplexeren Tätigkeiten erforderlichen Fähigkeiten erwerben. Diese Problematik darf nicht vernachlässigt werden. Denn es ist eine für die Zukunft unserer Demokratie wichtige Frage, welche Perspektiven solche Menschen in einer digitalisierten Arbeitswelt haben werden.
Norbert Klein vom Europäischen Zentrum für Arbeitnehmerfragen mahnte an, dass sich die Digitalisierung nicht in einem rechtsfreien Raum vollziehen darf. Junge Menschen dürfen nicht zu Verlierern der digitalen Revolution werden. Die Arbeit muss gerechter bewertet und verteilt werden. Die Gewerkschaften müssen die Zusammenarbeit mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen suchen.
Sören Fibinger Olesen rief zu einem positiven Denken auf. Die Gewerkschaften können die digitale Revolution nicht verhindern und sollen daher den Fokus auf die Chancen richten. Als christliche Gewerkschaftsbewegung müssen WOW und die Mitgliedsgewerkschaften die christliche Sicht auf das Leben bewahren. Der Mensch hat einen Wert, der nicht ausschließlich an Wachstum und Profit definiert ist. Die neuen Technologien müssen den Menschen dienen, sie sollen die Zufriedenheit der Arbeitnehmer mit ihrer Arbeit steigern und die Arbeitsbedingungen verbessern. Die Gewerkschaften müssen nach seiner Auffassung die Förderung der Aus- und Weiterbildung im Blick haben. Denn es müsse sichergestellt werden, dass alle Arbeitnehmer die richtigen Fähigkeiten erlangen. Es stellt sich auch die Frage der Unterstützung der Menschen, die in einer digitalisierten Arbeitswelt keine Chancen auf einen Arbeitsplatz haben werden. Es müsse über die Einführung eines Grundeinkommens nachgedacht werden. Zur Vermeidung von Schwarzarbeit und zur Verhinderung eines rechtsfreien Raumes sollen Mindestregelungen – z.B. zu den Arbeitszeiten – eingeführt werden, die sowohl für Firmen und ihren Beschäftigten als auch für Selbständige gelten sollen.

Arbeitsgruppen
Eingehend wurde in Arbeitsgruppen diskutiert, welche Positionen WOW zum Thema Digitalisierung der Arbeitswelt einnehmen soll. Eine Auswahl der diskutierten Vorschläge:

  • Fokus auf Förderung der Aus-und Weiterbildung
  • Fokus auf den Zukunftsmarkt Gesundheit und Pflege: Kranke und pflegebedürftige Menschen werden sich ungern von Robotern behandeln lassen.
  • Fokus auf den Arbeitsschutz in einer digitalisierten Arbeitswelt, insbesondere die Gewährleistung der Einhaltung von Arbeitszeitrahmen.
  • Grundeinkommen für Menschen, die in einer digitalisierten Arbeitswelt keine Arbeit mehr finden. Geld allein befriedigt jedoch nicht. Den Menschen muss eine sinnvolle Beschäftigung geboten werden. Diese darf aber nicht zur Verdrängung von regulärer Arbeit führen.
  • Steuern und Sozialabgaben auf roboterisierte und computerbasierte Arbeitsleistung. In einer digitalisierten Arbeitswelt, in der die menschliche Arbeitsleistung durch immer mehr Roboter und Computer ersetzt wird, wird sich zwangsläufig die Frage der Fi-nanzierung des Gemeinwesens stellen. Ansatzpunkte sollten daher die Besteuerung und Erhebung von Sozialabgaben auf die durch die neuen Technologien erbrachte Arbeitsleistung sein.

Malta war eine Reise wert – nicht wegen des Wetters, das auf der Mittelmeerinsel auch im Februar durchwachsen sein kann. Sondern wegen der interessanten Referate und intensiven Diskussionen.

Personalversammlung im FZK der DAK Gesundheit in Schwerin

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Am 23.02.2017 lud der ÖPR des FZK Schwerin zur Personalversammlung ein.  Auch im FZK Schwerin war das Jahr 2016 geprägt von Unsicherheit für die Beschäftigten. Und diese Unsicherheit setzt sich fort. Ein wesentliches Problem der Beschäftigten ist auch hier der erhöhte Arbeitsaufwand nach den Umstrukturierungen. Mehr als 10 Mitarbeiterinnen nehmen das Angebot der DAK zur Beurlaubung in Anspruch. Damit verlässt viel Erfahrung auch das FZK Schwerin. Freie Stellen können erst besetzt werde, wenn das Personalpaket Phase I abgeschlossen ist. Bis dahin muss die anfallende Arbeit von den verbliebenen Mitarbeiterinnen abgefangen werden. Dazu kommt die Migration. Auch diese verursacht einen erheblichen Mehraufwand. Es soll sich laut Vorstand um eine vorübergehende Situation handeln. Die Mitarbeiter fragen sich jedoch, wann diese Situation denn vorübergeht. Ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. Silke Schönherr-Wagner von der DHV fand deutliche Worte dazu. Sie machte unter anderem darauf aufmerksam, dass durch eine zu hohe Arbeitsbelastung ausgelöster psychischer Stress krank macht und wies die Beschäftigten auf die Möglichkeiten einer Überlastungsanzeige hin.  Hier ist der Vorstand in der Pflicht für Abhilfe zu sorgen, insbesondere  wenn die DAK Gesundheit auch in Zukunft konkurrenzfähig bleiben und eine qualitativ hochwertige Arbeit für die Kunden leisten will.

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Stellenausschreibung: Bezirksgeschäftsführer/in (m/w) in Lörrach

Wir sind eine bundesweit tätige Berufsgewerkschaft in überwiegend kaufmännischen und verwaltenden Berufen.

Wir suchen ab sofort eine/n hauptamtliche/n

Bezirksgeschäftsführer/in (m/w)

für den Bereich Südbaden mit Dienstsitz Lörrach.

Sie verfügen idealerweise über betriebswirtschaftliche, sozialwissenschaftliche und/oder juristische Kenntnisse. Mehrjährige Praxis in der Verbandsarbeit oder Erfahrungen als Betriebs- oder Personalrat sind von Vorteil.

Ihre Aufgaben umfassen unter anderem:
 
•    Gesamtverantwortung für die Geschäftstätigkeit des Betreuungsbereiches
•    erfolgreicher Ausbau des Betreuungsbereiches
•    Betreuung der fachlichen wie regionalen Gliederungen
•    Mitgliederbetreuung und Mitgliederwerbung
•    Beratung und Vertretung der Mitglieder in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen
•    Vorbereitung und Führen von Tarifverhandlungen
•    Planung und Durchführung von Bildungsmaßnahmen
•    Öffentlichkeitsarbeit

Persönlich überzeugen Sie durch eine gute Allgemeinbildung, überdurchschnittliches Engagement und Flexibilität, Verhandlungsgeschick und ergebnisorientierte kaufmännische Denk- und Handlungsweise. Diplomatie, Kreativität und die notwendige soziale Kompetenz runden Ihre Persönlichkeit ab.
 
Wir bieten eine attraktive Aufgabe und leistungsgerechte Bezahlung!

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte vorzugsweise per E-Mail unter dem Stichwort „Bezirksgeschäftsführerer/in Südbaden“ an m.steiner@dhv-cgb.de oder schriftlich an:

DHV – Die Berufsgewerkschaft e.V.
z. Hd. Herrn Martin Steiner
Postfach 700245, 70572 Stuttgart

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Sozialwahlen 2017

Informationen zur Sozialwahl bei der BARMER

 

Gesundheit darf kein Luxus sein!

Aufgrund der Fusion der BARMER GEK mit der Deutschen BKK Anfang des Jahres ist der  Wahltag für die Sozialwahl 2017 bei der neuen BARMER auf Mittwoch, 4. Oktober 2017 festgelegt worden.

Bei der BARMER wird unser Dachverband mit einer gemeinsamen CGB-Vorschlagsliste antreten.
Angeführt wird die CGB-Liste von den Kollegen Joachim Brockpähler (GÖD) und Klaus-Peter Mitezki (CGPT).

Prämisse für die Arbeit des Christlichen Gewerkschaftsbundes ist der Mensch. Ziel des CGB ist eine gute Sozialpolitik von Menschen für Menschen –  für eine stärkere soziale Gerechtigkeit!
Kurze Wartezeiten für medizinische Versorgung, die Erweiterung des gesetzlichen Leistungskataloges sowie eine Vermeidung ständiger Kostensteigerung zu Lasten der Versicherten sind aus Sicht des CGB eine Selbstverständlichkeit und kein Luxus.

Der CGB hat sich daher folgende Wahlziele gesetzt:

  • Sicherstellung einer flächendeckenden medizinischen und pflegerischen Versorgung von hoher Qualität
  • Abschaffung des Zusatzbeitrages und Rückkehr zur paritätischen Beitragsfinanzierung
  • Entlastung der Versicherten in den Krankenversicherungsbeiträgen
  • Senkung der Zuzahlungsregelungen für verschreibungspflichtige Medikamente und Heilmittel
  • Mehr Geld für betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention und Rehabilitation
  • Gewährleistung einer guten Hilfsmittelversorgung

Die BARMER-Mitglieder werden Anfang September 2017 ihre Wahlunterlagen erhalten, um die insgesamt 30 ehrenamtlichen Versichertenvertreterinnen und -vertreter im Verwaltungsrat zu wählen.

Der DHV-Hauptvorstand fordert alle bei der BARMER wahlberechtigten Mitglieder auf, die Liste des CGB zu unterstützen!

4. Oktober 2017
Sozialwahl bei der

BARMER

Liste 7

Christlicher Gewerkschaftsbund Deutschlands – CGB

 

Video: Der Spitzenkandidat Joachim Brockpähler stellt die Ziele des CGB vor

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Zusatztermin – Seminar Jugend- und Auszubildendenvertretung (LPVG BW)

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Aufgrund der zahlreichen Anmeldungen, findet neben dem ursprünglich ausgeschriebenen Termin, vom 22. – 24. März 2017 in Elzach ein zusätzliches Seminar für Jugend- und Auszubildendenvertretungen nach dem Landespersonalvertretungsgesetz Baden-Württemberg statt.

Alles  weitere entnehmen Sie bitte der Ausschreibung.

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Betriebsversammlungen Landgard

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Am 15. und am 16. Februar fanden in Korntal und in Karlsruhe in den jeweiligen Landgard Filialen in Baden-Württemberg Betriebsversammlungen statt. Auf Einladung des Kollegen Int-Veen, Betriebsrat, Schwerbehindertenvertreter und Aufsichtsrat, nahmen die beiden baden-württembergischen Geschäftsführer Martin Steiner und Marc Endlich die jeweiligen Termine war. Auf den Betriebsversammlungen stellten sie sich und die DHV – Die Berufsgewerkschaft e.V. den anwesenden Kolleginnen und Kollegen vor. Der anwesende Landgard Regionalgeschäftsführer Herr Herzberg, präsentierte den anwesenden die Lage der aktuellen Wirtschaftlichen Entwicklung der Landgard, welche nach hoch verlustreichen Jahren langsam wieder in die Gewinnzone wandert und auf einem guten Weg der Konsolidierung ist.
Die genossenschaftlich organisierte Landgard, mit Sitz im nordrhein-westfälischen Straelen-Herongen ist bundesweit einer der größten Vermarkter von Zierpflanzen, Gemüse und Obst sowie Gärtner- und Floristenbedarf. Die Produkte der insgesamt 4.000 anliefernden Gartenbaubetriebe,  werden nur an Groß- und Einzelhandelskunden vermarktet. Die Vermarktung erfolgt über Abholmärkte, den eigenen Vertrieb und über die Versteigerung der Veiling Rhein-Maas in Straelen-Herongen. Die DHV – Die Berufsgewerkschaft e.V. ist mit 3 Mitgliedern im Aufsichtsrat der „Landgard Blumen und Pflanzen GmbH“, sowie mit mehreren Betriebsräten vertreten.

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Landgard Griesheim: Auf jetzt! – Wohin?

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Der Forderung des Vorstandes, nach Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Landgard-Gruppe eine „Auf jetzt!“-Stimmung folgen zu lassen, schlossen sich Betriebsratsmitglied Jürgen Int-Veen und die Kollegen aus dem Betriebsrat bei der diesjährigen Betriebsversammlung bei Landgard am 16.02.2017 in Griesheim bei Darmstadt an. Entscheidend für den Betriebsrat ist aber: Wohin? Dass auf dem Weg in die Zukunft nur die Zusammenarbeit und die Identifikation mit dem Unternehmen führen, ist für den Betriebsrat klar. Dass dabei die Interessen der Beschäftigten nicht zu kurz kommen, dafür wird der Betriebsrat sorgen.
In seinem Redebeitrag hatte der hessische DHV-Landesgeschäftsführer Alexander Henf Gelegenheit, die DHV und sich selbst vorzustellen. Auf die entscheidende Rolle der Mitglieder in der DHV sowie auf die Mitgliedsstärke bei Landgard wies Alexander Henf auch im Zusammenhang mit den anstehenden Tarifverhandlungen hin. 

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Landgard Mainz: Auf jetzt! – Wohin?

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Auf jetzt! Aber wohin? Diese berechtigte Frage stellten Betriebsratsmitglied Jürgen Int-Veen und die Kollegen aus dem Betriebsrat bei der diesjährigen Betriebsversammlung bei Landgard am 13.02.2017 in Mainz. In ihren Beiträgen wurde deutlich, dass die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Landgard-Gruppe nicht das Ende aller Probleme bedeutet und der Betriebsrat weiter auf das Wohl der Kolleginnen und Kollegen achten wird.  
Der DHV-Landesgeschäftsführer Alexander Henf hatte Gelegenheit, in seinem Beitrag die DHV und sich selbst vorzustellen. Er wies auf die entscheidende Rolle der Mitglieder in der DHV hin und ging im diesem Zusammenhang auch auf die Bedeutung der Mitgliedsstärke bei den anstehenden Tarifverhandlungen ein. 

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Netto Bezirk 5 – Es herrscht alles andere als Ruhe!

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Am 8. Februar 2017 fand die erste Betriebsversammlung dieses Jahres in Hannover statt. Der neue Betriebsratsvorsitzende Hartmut Rath, DHV, führte durch eine Versammlung, auf der kontrovers diskutiert wurde. In Anbetracht der Anzahl der Netto-Mitarbeiter des Bezirks 5 war die Teilnehmerzahl mit 89 eher übersichtlich. Auch dies war Thema. Die Möglichkeit für die Mitarbeiter diese Betriebsversammlungen zu besuchen ist eingeschränkt. Der Betrieb in den Filialen muss weitergehen. Allein dadurch sind viele Mitarbeiter von der Teilnahme ausgeschlossen. Auf die Frage, warum es nicht möglich sei, mehr Mitarbeitern die Teilnahme dadurch zu ermöglichen, dass zumindest die Filialen im näheren Umfeld des Versammlungsortes  für einen gewissen Zeitraum geschlossen werden, reagierte die anwesende Unternehmensleitung verhalten bis gar nicht.
Außerdem ging es – wie immer bei Netto – um die Arbeitszeit. Um die tatsächliche  und um die, die auch bezahlt wird. Oft reichen die Stunden, die den einzelnen Filialen zugewiesen werden bei der Personalplanung nicht aus. Abgesehen von notwendigen Überstunden gibt es die Viertelstunde Vor- und Nacharbeit. Diese Zeit wird oft nicht vergütet. Auf vielfältige Nachfragen kam vom Nationalvertriebsleiter Herrn Stadtsholte die Antwort, das sei so nicht gewollt. Alle geleisteten Stunden sollen auch vergütet werden. Diese Aussage machte er bereits im November letzten Jahres. An der Praxis ändert das jedoch nichts. Nach wie vor werden bei Netto Arbeitsstunden nicht bezahlt. Der Druck, die einzelne Filiale wirtschaftlich zu führen wird von oben nach unten weiter gegeben. Vom Management über die Verkaufsleiter, die Marktleiter bis hin zu den einfachen Mitarbeitern, die schließlich die Rechnung zu bezahlen haben. Denn es sind ihre Stunden, Ihre Arbeit, ihr Engagement, das nicht bezahlt wird. Die DHV wird dieses Thema beobachten und Herr Stadtsholte wird sich an seinen Aussagen messen lassen müssen. Er muss für deutliche Veränderungen sorgen.
Ein weiteres Thema war die Situation der geringfügig Beschäftigten. Oft sind dies genau die, die am meisten auf diesen Job angewiesen sind. Menschen, die sich aus diesem Grund nicht trauen, sich gegen ungerechte Behandlung zu Wehr zu setzen. Dabei geht es um fehlerhafte Eingruppierungen, nicht gezahlte Mindestlöhne, Urlaubs und Weihnachtsgeld, das selbst beantragt werden muss. Ein solcher Antrag wäre nicht das Problem. Ein Problem liegt darin, dass viele über ihre Rechte gar nicht unterrichtet werden. Diese Probleme gilt es dringend zu beseitigen.

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170210 Lehrg Schifffahrt lv03

Vorbereitungslehrgang Schifffahrt

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Im Sommer 2017 findet in Bremen die kaufmännische Abschlussprüfung für den Bereich Schifffahrt statt. Insgesamt werden sich 22 Auszubildende der Prüfung unterziehen. Daher führt die DHV-Bildungsstätte Bremen in dieser kleinen Sparte seit Januar 2017 einen Vorbereitungslehrgang durch. An zehn Abenden bereitet der Berufsschullehrer Dietmar Nogai 13 Auszubildende in der Berufsschule für den Großhandel, Außenhandel und Verkehr in der Bremer Ellmersstraße auf die Prüfung vor.

170210 Lehrg Schifffahrt lv03

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